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Die Projekträume

Spor Klübü_Kontakt

Spor Klübü_Kontakt

Spor Klübü

Freienwalder Straße 31

13359 Berlin

 

Ansprechpartner

Matthias Mayer

 

+49 (0)179-8593744

mm_@gmx.net

www.matthiasmayer.org

 

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Über/About Spor Klübü

Spor Klübü (türkisch für Sportklub, gegründet August 2003) ist ein Projektraum, der vorwiegend mit internationalen Künstlern aus Berlin zusammenarbeitet und ihnen Raum zum Experimentieren bietet.

Realisiert werden außerdem Projekte in Kooperation mit KuratorInnen, Kunstvereinen und Institutionen.

 

Spor Klübü (Turkish for sports club, founded August 2003) is a project space, that works mainly with international artists based in Berlin, offering them room to experiment with their work. Projects in cooperation with guest curators, NGO's and institutions are part of the space's activities.

Aktuell_Vorschau

Aktuell_Vorschau

„Inglan Is A Bitch“

One Night Group Show

 

 

Eröffnung: Fr., 25.11.2016, 19 Uhr

 

 

 

Foto: Nataly Dietz "...deep inside", C-Print, copyright 2016 Nataly Dietz

"Inglan Is A Bitch", One Night Group Show, 25.11.2016

„Inglan Is A Bitch“

ONE NIGHT GROUP SHOW

 

Eröffnung: Fr., 25.11.2016, 19 Uhr

 

mit: Boris Abel, Michelle Alperin, Volker Andresen, Caroline Bayer, Fides Becker, Antje Blumenstein, Gunnar Borbe, Sabine Bokelberg, Sascha Boldt, Tanya von Barnau, Ben Cottrell, Rolf Czulius, Nataly Dietz, Thomas Draschan, Knut Eckstein, Irena Eden & Stijn Lernout, Niki Elbe, Frederik Foert & Olivia W. Seiling, Kathrin Ganser, Ingo Gerken, Robert Gfader, GODsDOGs, Massoud Graf-Hachempour, Mariola Groener, Hlynur Hallsson, Pablo Hermann, Marie von Heyl, Irène Hug, Annika Hippler, Thomas Jocher, Uwe Jonas, Sven Kalden, Silke Koch, Karsten Korn, Anastasia Khoroshilova, Joke Lanz/Simon Parfrement, Daniela Lehmann-Carrasco, Christine Lohr, Matthias Mayer, Stefanie Mayer, Paula Müller, Leo de Munk, Joe Neave, Rainer Neumeier, Florence Obrecht, Kirsten Palz, Axel Pahlavi, Manfred Peckl, Maria-Leena Räihälä, Benjamin Renter, Cornelia Renz, Römer + Römer, Ann Schomburg, Richard Schütz, Michael Schultze, Stefanie von Schroeter, Amelia Seymour, Raaf van der Sman, Johanna Smiatek, Erik Smith, Elisabeth Sonneck, Anne Staszkiewicz, Max Sudhues, Gabriele Stellbaum, Sarah Strassmann, Jaro Straub, Vassiliea Stylianidou, Maki Takano, Alex Tennigkeit, Anja Teske, Thea Timm, Peter Torp, Julius Weiland, Linda Weiss, Anke Westermann, Sibylle Zeh, Michaela Zimmer, Oliver Zwink

 

Seit 2005 initiiert Spor Klübü-Macher Matthias Mayer eine Reihe von Gruppenausstellungen, die sich thematisch mit Zitaten aus den 1980er Jahren beschäftigen. Jetzt bereits zum zehnten Mal veranstaltet, hat er KünstlerInnen aus seinem Umfeld aufgerufen, dieses Jahr Arbeiten zum Zitat von Linton Kwesi Johnson von 1980 "Inglan is a bitch" für die „One-Night-Ausstellung beizusteuern.

 

"Inglan is a bitch" vereint Musik, Literatur und Politik und ist Titel von LKJ‘s Textsammlung (erschienen London 1980) sowie Songtitel (Album "Bass Culture", Island Records 1980). Geboren in Jamaika und in seiner frühen Jugend nach England übergesiedelt wird Linton Kwesi Johnson Poet und Musiker. LKJ hat das Genre "Dub-Poetry" mit ins Leben gerufen. Er kreiert seine eigene Sprache aus Jamaican Creole, Jamaican English und English English. Er vertritt die Stimme der Arbeiterklasse und thematisiert die fortdauernde Unterdrückung der Immigranten in der englischen Gesellschaft seit der Kolonialzeit.

 

Obwohl seine Dichtung für ihn im Vordergrund steht, ist er ein weltweit bekannter und erfolgreicher Reggae-Musiker. Im Juli 1989 spielt er beim bekannten Loreley Summer Jam-Festival (vormals Reggae Sunsplash-Festival) mit weiteren Größen der Reggae-Szene (Jimmy Cliff, Black Uhuru, Osibisa, Ltd. Stitchie, Salif Keita, Youssou N'Dour, Wailers, Inner Circle).

 

Liste der vergangenen Gruppenausstellungen in dieser Reihe mit den dazugehörigen Zitaten:

2005 "Very Sporty Jack" (aus Jim Jarmusch's "Down by law"), 2006 "U can't touch this" (Song von MC Hammer), 2007 "Sllörrrrr wip wop wop (aus Charles Bukowski's "Fuck Machine"), 2008 "Jeder Mensch ist ein Künstler" (Joseph Beuys), 2009 "Nelson Mandela must fe free" (Free Mandela-Kampagne), 2010 "Stranded in The Future" (Song von Kim Fowley), 2012 "Cocaine – blows my brain..“ (aus der 1980er-Szene), 2014 "IWF Mördertreff“ (Demonstrations-Slogan, Berlin 1988), 2015 "You knee them in the chin...“ (aus "War Story“ von George Starbuck, verwendet von der Musikgruppe "Schaumtüte“).

"Renaissance" Ole Wulfers, 29.10.-05.11.2016

„Renaissance“
Ole Wulfers

29.10.-05.11.2016
Eröffnung: Freitag, 28.10.2016., 19.00 Uhr

Öffnungszeiten: Sa., 29.10. und So., 30.10., 14.00-17.00 Uhr
sowie von 31.10.-05.11. nach tel. Vereinbarung

Wulfers ist begnadeter Bastler. Seine komplexen Apparaturen verstehen noch nicht mal Fachleute.
Doch dient die Technik lediglich als Instrument zur Vermittlung einer zentralen Idee. In seiner
Installation "Renaissance" untersucht er verschieden Skalen notierter Musik, zerhackt sie und fügt
sie neu zusammen, um sie in einer neuen elektro-akustischen Klangwelt wieder auferstehen zu lassen.

„EXPÓSITO - EXPOSITOR“ Irène Hug , 28.05.-04.06.2016

„EXPÓSITO - EXPOSITOR“

Irène Hug

 

28.05.-04.06.2016

Eröffnung: Freitag, 27.05.2016., 19.00 Uhr

 

Öffnungszeiten: Sa., 28.05. und So., 29.05., 14.00-17.00 Uhr

sowie von 30.05.-04.06. nach tel. Vereinbarung

 

Irène Hugs Thema ist die visuelle Erscheinung der Sprache: die Schrift. Sie ergründet dabei ihre beiden essentiellen Eigenschaften; die Schrift als Form, Ding oder Gegenstand und das, was sie  bezeichnet. Das ist, anders gesagt, die Beziehung zwischen Verpackung (Schrift) und Inhalt (Bedeutung). Was repräsentiert was? Wenn wir durch irgendeine Stadt in der Welt spazieren, treffen wir überall auf Texte, die um unsere Aufmerksamkeit wetteifern. In einer Nische unseres Gehirns mischen wir ihre tendenziösen Botschaften halb bewusst durcheinander, wissend, dass die schiere Menge von Information, Werbung und Anweisungen mithelfen, die Details zu vergessen. Ihre Appelle bleiben meist unbeantwortet. Irène Hug nimmt sie aber beim Wort und gibt ihnen Kontra. Sie demontiert diese Claims zu reinen Formen und Materialien: Typographie an Wänden, Fahnen, Schilder, Skulpturen, Leuchtschriften werden zum Spiel und Träger ihrer eigenen Aussagen. Ihre Subtexte, eingesetzt in Fotos von dicht „beschrifteten“ urbanen Plätzen, können von Umgangssprache, Schlagzeilen bis zu philosophischen Zitaten stammen, zu Themen der lokalen oder globalen aktuellen sozialen, politischen Situationen. Die Wirkung ist verstörend und unterhaltend zugleich. Ihre  Installationen sind oft site-specific, setzen den ganzen Ausstellungsraum in Szene und verweisen auf vielfältige inhaltliche Links (Text: Bettina Carl).

 

irenehug.com

„If you are dating me, you don’t need chemicals/Pt.1“ Niki Elbe, Xenia Fink, Cornelia Renz, 30.04.-07.05.2016

 

"If you are dating me, you don't need chemicals/Part One: Valley of the Dolls"

Niki Elbe, Xenia Fink, Cornelia Renz

 

30.04.-07.05.2016

Eröffnung: Freitag, 29.04., 19.00 Uhr

 

 

Welche Abgründe lauern hinter der heilen Fassade? Der zweite Blick erst macht das Monströse evident, das den Betrachter fesselt und ihn zugleich in eine Sphäre entführt, wo Libido und Panik, Sentimentalität und Schrecken, das Unschuldige und das Abgebrühte eine unheilige Allianz eingehen. “If you are dating me, you don’t need chemicals“ ist eine Ausstellungsserie, die die Schnittmengen der drei Künstlerinnen untersucht, welche die BetrachterInnen durch ihre klare technische Ausführung in ein Universum eintauchen lässt, welches sie mit Abgründigem und Beunruhigendem konfrontieren. Ihre Heldinnen – im Zentrum stehen oft die ‚Lolitas‘, und ‚Lulus‘ der Literatur, denen in den 1990ern die provokanten ‚Riot-Girls‘ folgten – sind nicht so nett und unschuldig wie sie wirken. Unter ihrem ansehnlichen Äußeren scheinen sich Monster zu verbergen, lauernde Kreaturen, die die männliche Idealisierung der weiblichen Unschuld konterkarieren.

 

„If you are dating me, you don’t need chemicals/Valley of the Dolls“ ist der erste Teil der Ausstellungsreihe. Jede dieser Ausstellungen baut sich um einen Film mit weiblichen Antiheldinnen auf, die sehr wohl „chemicals“ brauchen – so sind die drei Protagonistinnen aus „Valley of the Dolls“ abhängig von ihren ‚Uppers’ and ‚Downers’. Diese sind Variationen eines klassischen Archetyps: des Mädchens von nebenan. Mit unterschiedlichen Strategien – Talent, Sex-Appeal und konventioneller Schönheit – streben sie nach Bestätigung, Freiheit, Liebe und Erfolg. Niki Elbe, Xenia Fink und Cornelia Renz spüren in diesem Stoff die Semiotik des Melodramas und seiner Charaktere auf und destillieren aus seiner Trivialität eine Quintessenz, die beunruhigend alltäglich ist. Die Filmheldinnen kämpfen um Anerkennung. Sie variieren in ihren Mitteln. Sie variieren in ihrem Erfolg. Zum Schluss variieren Sie auch im Scheitern. Aber sie scheitern alle. If I am dating you, I do need chemicals.

 

 


Infos zu den Künstlerinnen:

 


NIKI ELBE (1970 geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Berlin)

 

Niki Elbe studierte 1991-1998 freie Kunst an der Hochschule für Künste in Berlin und war dort von 1998–2001 Meisterschülerin von Prof. Christiane Möbus. Zu ihren Auszeichnungen zählen: Reise- und Arbeitsstipendium nach Salvador da Bahia, Brasilien, 1999; Reise- und Arbeitsstipendium nach Südafrika, 1999; Atelierstipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft e.V., Berlin, 2001-2003; Atelierpreis der Karl-Hofer-Gesellschaft e.V., 2002; 1. Preis Wettbewerb zur Gestaltung der Brandwand Joachimstaler Str. 20, Berlin (mit Felix Müller), 2006.

Sie hatte Einzelausstellungen in der Galerie morgen-contemporary, Berlin, 2014; in der Galerie Morgen, Berlin, 2009; in der Galerie Tinderbox, Hamburg, 2008; im Offenen Atelier Öllermann, Berlin, 2005; im Theater Brandenburg, 2004; im museu de arte moderna, Salvador da Bahia, 1999. Ihre Werke wurden gezeigt in Gruppenausstellungen in der Rathausgalerie Reinickendorf, Berlin, 2015; in der Galerie BADH, Berlin, 2013; im Kunstmuseum Erlangen, 2013, 2012 und 2011; in der Swiss Art Institution, Karlsruhe, 2009; in der Kunsthalle Mannheim, 2007; in der Verena Foundation, Hydra, Griechenland, 2007; am Haus am Waldsee, Berlin, 2005 und 2003; im Haus am Kleistpark, 2002; im Kunstverein Braunschweig, 1998; im Corcoran Museum of Art, Washington DC, 1998.

 

www.nikielbe.com

 


XENIA FINK (1979 geboren in São Paulo, lebt und arbeitet in Berlin)

 

1998-2002 studierte Xenia Fink an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle. Nach ihrem Diplom in Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg 2005 studierte Fink Freie Kunst an der Universität der Künste in Berlin und beendete ihr Studium 2009 als Meisterschülerin. Sie hat 2012 ein Katalogstipendium und 2010 ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt erhalten, sowie 2011 ein New-York-Stipendium am iscp.

Sie hatte 2015 und 2013 Einzelausstellungen bei Morgen Contemporary, Berlin; 2012 am Instituto Cultural de León, Mexiko; 2011 in der Galerie Schuster, Miami; 2010 in der Galerie Schuster, Berlin und in der Galerie im Volkspark, Halle. Ihre Arbeiten wurden gezeigt in Ausstellungen u.a. in der Fondazione Giorgio Cini, Venedig, als Teil eines Public Art Projektes in Kooperation mit ifa Galerie, Berlin, 2015; Zebra Film Festival, Berlin, Schau Fenster, Berlin, Alter Garnisonfriedhof, Berlin, 2014; bei The Wand, Berlin, Motorenhalle, Dresden, und bei Pierogi, NY, 2013; in der Dezer Schauhalle, Miami, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Halle, bei Illuminated Metropolis Gallery, New York, 2012; am iscp, New York, 2011; in der Galerie Schuster, Miami und Berlin, 2009; im Künstlerhaus Bethanien, Berlin, Galerie Neurotitan, Berlin, 2008.

 

www.xeniafink.de

 


CORNELIA RENZ (1966 geboren in Kaufbeuren, lebt und arbeitet in Berlin)

 

Cornelia Renz studierte 1993–98 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und war dort von 1998–2001 Meisterschülerin von Sighard Gille. Zu ihren Auszeichnungen zählen: Stipendium des Künstlerhauses Schloss Balmoral, 2014; Stipendium des Else-Heiliger-Fonds, 2012; Villa Aurora Stipendium, Los Angeles, 2011; Förderpreis der Schering Stiftung, 2005; Marion-Ermer-Preis, 2001; Graduiertenstipendium des Freistaates Sachsen, 1999; Stipendium der Stiftung Germination, 1998; Schüngel-Preis, 1996.

Sie hatte Einzelausstellungen in der LSD Galerie, Berlin, 2014; bei TS art projects, Berlin, 2013; im Kunstverein Konstanz, 2011; in der Nolde Stiftung, Berlin, 2010; Galerie Anita Beckers, Frankfurt am Main, 2010 und 2007; Kunsthalle Göppingen, 2008; bei Goff & Rosenthal, New York, 2007 und 2005. Ihre Werke wurden gezeigt in Gruppenausstellungen in der Städtischen Galerie Nordhorn; im Kunstverein Bregenz; Kunsthaus Erfurt, 2013; Contemporary Art Center Louisiana, New Orleans; Brevard Art Museum, Melbourne/USA, und Museum Villa Rot, Burgrieden-Rot, 2011; Kunstmuseum Solingen, 2010; Temporäre Kunsthalle, Berlin; Museum Montanelli, Prag, 2009; Berlinische Galerie, Berlin, 2007; Overbeck-Gesellschaft, Lübeck, 2004. Die Künstlerin wird von TS art projects, Berlin, vertreten.

 

www.corneliarenz.carbonmade.com

 

„Museum of Modern Art, Department of Gestures“ Matthew Burbidge, 27.02.-05.03.2016

„Museum of Modern Art, Department of Gestures“

Matthew Burbidge

 

27.02.-05.03.2016

Eröffnung: Freitag, 26.02.2016, 19.00 Uhr

 

Öffnungszeiten: Sa., 27.02 und So., 28.02., 14.00-17.00 Uhr

sowie 29.02.-05.03. nach telefonischer Vereinbarung

 

Matthew Burbidge, geboren 1970, hat in Manchester und London studiert und arbeitet multimedial. Philosophische sowie kunsthistorische Betrachtungen, Annäherungen an Personen der Kunstgeschichte und gesellschaftlche Phänomene nutzt er intensiv, um Objekte, Skulpturen, Installationen und „Nicht-Bilder“ zu fertigen. Die dabei enstehende subjektive Gedanken- bzw. Sinnebene, die die Ursprungsebene künstlerisch fortschreibt, dient ihm widerum zur sach- und fachlichen Erklärung seiner Arbeiten. Es nimmt anarchische Züge an, wenn er im finalen Arbeitsschritt die Ästhetik der Theorie überstellt, währenddessen er seine Arbeiten genau an jenem theoretischen Gerüst präzise aufbaut. Letztendlich könnte man ihn als einen Vertreter der Konzeptkunst bezeichnen. Wer dies tut, wäre allerdings auf sein intelligentes Spiel zwischen theoretischem Ansatz und ästhetischer Praxis hereingefallen. Er lässt sich nicht einfach einordnen. Trotz der zahlreichen Zitate verliert er nie die Bodenhaftung, denn das ist sein eigentliches Ziel. In Bezug zur Gegenwartspunkt und dem Kunstmarkt ist seine Grundhaltung prinzipiell ablehnend. Eine Überhöhung des Künstler-Genies verachtet er. Er liebt den „Punk der Gedanken“.

 

In der aktuellen Ausstellung „Museum of Modern Art, Department of Gestures“ zitiert Matthew Burbidge schon im Titel die Ausstellung „Museé d’Art Moderne, Département des Aigle“ von Marcel Broodthaers von 1971. Broodthaers’ berühmte Installation versteht Burbidge als Zusammenstellung emblematischer Gesten vor dem eigentlichen Anlass der Erschaffung einer Installation. Das Symbol des Adlers diente Broodthaers als Emblem der Macht – auch der Macht der Institutionen - und wurde von ihm durch die scheinbar belanglose Abbild-Sammlung konterkariert. Noch einen weiteren großen Künstler der Kunstgeschichte zieht Burbidge heran: Marcel Duchamp. Er setzt ihn in Beziehung zu Broodthaers. Duchamp's Readymades und Broodthaers' Installation waren „absolut nötig“ (Zitat M. Bubidge), denn sie dienten dem Widerstand gegen die Machtverhältnisse. Für Burbidge selbst stehen jetzt „Che“, ein Fuchs, folkloristische Figuren und menschliche Körperteile „emblematisch“ in der Ausstellung nebeneinander – als „Museum der Gesten“.

 

Gemeinsam mit seiner Frau Sonja Bubidge hat Matthew Burbidge zwischen 2010 und 2012 den Projektraum Essays And Observations in Berlin-Wedding betrieben und dort zahlreiche thematische Ausstellungen mit internationalen KünstlerInnen kuratiert.

 

matthewburbidge.com www.essaysandobservations.com

 

 

"You knee them in the chin...“, ONE NIGHT GROUP SHOW, 27.11.2015

„You knee them in the chin...“

ONE NIGHT GROUP SHOW

 

Eröffnung: Fr., 27.11.2015, 19 Uhr

 

mit:

Boris Abel, Sonja Alhäuser & Heike Kati Barath, Mika Andersen, Volker Andresen, Sheila Barcik, BEWEGUNG NURR & Christine Weber, Antje Blumenstein, Roland Boden, Gunnar Borbe, Cisca Bogman, Sascha Boldt, Iwona Lili Borkowska, Matthew Burbidge, Sonja Burbidge, Astrid Busch, Alexander Callsen, Alexine Chanel, Rolf Czulius, Nataly Dietz, Chris Dreier, Knut Eckstein, Laurence Egloff, Niki Elbe, Xenia Fink, Frederik Foert & Olivia W. Seiling, Tom Früchtl, Robert Gfader, Massoud Graf-Hachempour, Mariola Groener, Thomas Grötz, Armin Häberle, Stephanie Hanna, Pablo Hermann, Marie von Heyl, Birgit Hölmer, Claude Horstmann, Irène Hug, Hervé Humbert, Henrik Jacob, Uwe Jonas, Sven Kalden, Stefan Kaminski & Alex Tennigkeit, Silke Koch, Susanne Kohler, Simone Lanzenstiel, Simon Lindhardt, Martin Löhr, Christian Macketanz, Jens Christian Madsen, Frank Maier, Matthias Mayer, Stefanie Mayer, Paula Müller, Paula Muhr, Leo de Munk, Julia Oschatz, Kirsten Palz, Martin Pfahler, Katrin Plavcak, Maria-Leena Räihälä, Benjamin Renter, Cornelia Renz, Regine Rode, Kirstin Rogge, Julia Rüther, Alexander Schippel, Mira Schnedler, Jochen Schneider, Sonya Schönberger, Iris Schomaker, Ann Schomburg, Richard Schütz, Eva Seufert, Heidi Sill, Johanna Smiatek, Erik Smith, Elisabeth Sonneck, Max Sudhues, Gabriele Stellbaum, Sarah Strassmann, Vassiliea Stylianidou, Susa Templin, Anja Teske, Ryan Thayer, Thea Timm, Chryssa Tsampazi, Micki Tschur, Kata Unger, Anke Völk, Gabriela Volanti, Gabriel Vormstein, Heike Walter, Linda Weiss, Michael Witte, Sibylle Zeh, Francis Zeischegg, Christof Zwiener, Oliver Zwink

 

 

Seit 2005 initiiert Künstler und Spor Klübü-Projektraumbetreiber Matthias Mayer eine Reihe von Gruppenausstellungen, die sich thematisch immer mit Zitaten aus den 1980er Jahren beschäftigen. Diese Zeit war für den damals jungen und heranwachsenden Künstler prägend und so knüpfen die Zitate aus Kunst, Film, Literatur, Politik und Gesellschaft an das an, was er miterlebt und teilweise verehrt hat.

"You knee them in the chin..." ist ein Zitat aus der ersten Strophe des Gedichts „War Story“ des amerikanischen Dichters George Starbuck. Matthias Mayer spielte ausgangs der 80er in der Musikgruppe „Schaumtüte“, dessen amerikanischer Sänger, ein in Deutschland stationierter Soldat, diese erste Strophe für den Song „4th of July“ einsetzte. Es ist ein Anti-Kriegstext, der die Handlungen und Abläufe, die Lügen und Grausamkeiten des Krieges eindrücklich zu Tage bringt. Im Gedicht von Starbuck folgt auf „You knee them in the chin...“ „to drive the dog-tag in". Dies beschreibt eine normale Kriegspraxis bei gefallenen Soldaten. Man rammt den Toten ihre "Hundemarke" (Metall-Erkennungsmarke) mit dem Knie ins Kinn zwecks späterer Indentifizierung.

 

Liste der vergangenen Gruppenausstellungen in dieser Reihe mit den dazugehörigen Zitaten:

2005 "Very Sporty Jack" (aus Jim Jarmusch's "Down by law"), 2006 "U can't touch this" (Song von MC Hammer), 2007 "Sllörrrrr wip wop wop (aus Charles Bukowski's "Fuck Machine"), 2008 "Jeder Mensch ist ein Künstler" (Joseph Beuys), 2009 "Nelson Mandela must fe free" (Free Mandela-Kampagne), 2010 "Stranded in The Future" (Song von Kim Fowley), 2012 "Cocaine – blows my brain..“ (aus der 80er-Szene), 2014 „IWF Mördertreff“ (Demonstrations-Slogan).

 

 

"Don't Think Twice, It's All Right", Daniel Permanetter, 30.10.-07.11.2015

Don't Think Twice, It's All Right

Daniel Permanetter

 

30.10. bis 07.11.2015

Eröffnung/Opening: Fr., 30.10.2015, 19h

 

“Don't Think Twice, It's All Right” | 2015 | Room filling installation. Mixed Media:

 

Ballad Of A Thin Man ist Teil einer fortlaufenden Serie von Installationen und Videos von Daniel Permanetter. In allen erscheint eine lebensechte Puppe, die dem älteren Mann Bob Dylan ähnelt, in seltsamen, metaphorischen Situationen, oft mit einer narrativen Ton-Ebene. Die Arbeiten scheinen eine Geschichte zu erzählen, die unklar bleibt, aber immer an Märchen und Mythen aber auch an zeitgenössische Themen und Pop Kultur anknüpft. Die geschlossenen Augen und eingefrorenen Züge des Gesichts der Puppe verleihen allen Werken eine unwirkliche Stimmung.

Die Entwicklung in Permanetters neueren Arbeiten, in denen Dylan als Figur vorkommt, geht in dieser Serie einen Schritt weiter in der metaphorisch angestrebten Beziehung zwischen der Ikone und dem Künstler, weg vom scheinbar obsessiven Bezug zu Dylan, hin zu einer abstrakteren Darstellung des Themas, das allen Arbeiten zu Grunde liegt: der Sehnsucht.

 

English:

The work is part of an ongoing series of installations and videos Daniel Permanetter created over the last years involving a life-sized puppet that looks a lot like the elderly Bob Dylan. The puppet appears in strange, metaphorical situations often combined with a narrative layer sound or music. They seem to be telling a story that remains unclear and to refer to tales or myth as well as to different contemporary issues and pop culture. Reinforced by the puppet’s closed eyes and transfixed expression a sense of death or loss is inherent in all the works.

In the progression of Permanetter’s recent work that involves Dylan as a medium, this series is a step further into the metaphorical aspired relationship between the idol and the artist. A step further away from the seemingly obsessive reference to the icon Dylan but towards a more abstract representation of the strongest subject in all of Permanetter's works: longing.

 

http://www.danielpermanetter.info

 

 

"reenter your life" Astrid Busch, 26.09.-03.10.2015

reenter your life

Astrid Busch

 

26.09.-03.10.2015

 

Eröffnung: Freitag, 25.09.2015, 19.00 Uhr

 

geöffnet: Sa., 26.09. und So., 27.09., 14.00 – 17.00 Uhr

sowie vom 28.09. - 03.10. nach tel. Vereinbarung

 

 

Architektonische Elemente inspiriert durch Ferienparadiese am Mittelmeer mit ihrer oft der Science-Fiction entlehnten Künstlichkeit, Erinnerungsfragmente aus der persönlichen Vergangenheit und ihre Dekorationsrituale bilden die Grundlage für die Installation im Spor Klübü. Durch Fragmentierung und Rekontextualisierug werden assoziative Spuren in verschiedene Richtungen ausgelegt und die Energie sowie die poetische Kraft von Architektur und Alltag und deren wechselseitige Durchdringung hervorgehoben.

 

astridbusch.com

 

 

 

"OUAAA" Stella Geppert, 27.06.-04.07.2015

OUAAA

Stella Geppert

 

27.06. bis 08.07.2015

 

Eröffnung: Freitag, 26.06.2015, 19.00 Uhr

 

geöffnet: Sa., 27.06. und So., 28.06., 14.00 – 17.00 Uhr

sowie vom 29.06. - 08.07. nach tel. Vereinbarung

 

 

OUAAA

a) kurz vor dem Sturz

b) der Sturz selber

c) die Verhinderung des Sturzes durch Ausbalancieren des Körpers

d) ein Lautschrei, der aus einem heraus bricht, wenn: etwas gefallen ist, einem etwas entglitten ist oder aber etwas unerwartet über einen herein bricht 

e) ein Klangwort, das in der Comicsprache eine Gefahr heran kommen sieht, der nicht mehr ausgewichen werden kann

f) eine künstlerische Arbeit, die von einer gängigen Tanzbewegung abgeleitet und  eingebettet ist in ein mehrstufiges Ausstellungssetting, welches Aufmerksamkeits- und Aufzeichnungsstudien in sich vereint

 

Die jüngst von Stella Geppert entwickelte Installation «Hieroglyphendecke» ist eine auf Kommunikation und Begegnung angelegte Arbeit und wird Teil einer Choreografie sein. «Hieroglyphendecke» zeichnet flüchtige und unbewusste Bewegungen des Kopfes auf – die dabei entstehenden Linien verdichten sich zu einer Struktur. Die Besucher und Besucherinnen der Ausstellung sind Teil der Installation und bringen die künstlerischen Arbeiten durch ihre Handlungen erst hervor. Die «Enzyklopädie der Dialoge», in welcher die Zeichnungen archiviert werden, macht in einem weiteren Schritt die Qualitäten und Intensitäten der aufgezeichneten Bewegungen und somit auch die Relationen der Personen untereinander sichtbar. 

 

http://www.stella-geppert.de

 

 

"MMM" Peter Jap Lim, 28.02.-07.03.2015

MMM

Peter Jap Lim 

28.02.-07.03.2015 

 

Eröffnung Fr, 27.02.2015, 19 Uhr 

 

Öffnungszeiten: Sa, 28.02. und So, 01.03.2015, 14-17 Uhr sowie vom 02.-07.03.2015 nach tel. Vereinbarung

 

 

„Monaden mit Mozarella, Monsieur!“

 

Schwarrrze Materie und MMMaterie, die unbelichteten Unbekannten und jene Dinge, die uns in ihren Abstufungen aus der Farbkugel erscheinen. Vom gräulichen Dunkel, zur Bräune des Kerns, bis hin zum Bunt des Äquators und zum weißblendenden Pol, prächtiges Wissen, schwärzestes Missen. Diese Sichtkugel, sonderbarer Globus und beschränktes Froschauge, ist MMM – www. auf dem Kopf: stofich, materiell, dabei nahbarer und unnahbarer. Kein Hack, höchstens Hicks. Ein sich endlos wiederholender, neigender Raum, Bild, Zelle, Körper des Anfangs: auf der Jagd nach dem Schlussgespenst.

(Text: Peter Jap Lim, www.japlim.de)

 

 

"the absolute outside", M. von Heyl, TC McCormack, M. Noel-Tod, R. Sides, O. Zwink, 31.01.-07.02.2015

the absolute outside

Marie von Heyl, TC McCormack, Matthew Noel-Tod, Richard Sides, Oliver Zwink

kuratiert von TC McCormack

 

31.01. bis 07.02.2015

 

Eröffnung: Freitag, 30.01.2015, 19.00 Uhr

 

geöffnet: Sa., 31.01. und So., 01.02., 14.00 – 17.00 Uhr

sowie vom 02. - 07.02. nach tel. Vereinbarung

 

 

Der von Quentin Meillassoux geprägte Begriff The Absolute Outside (Das absolute Außen) beschreibt einen Raum, der jenseits der Begrenzungen unseres Denkens existiert, der ursprünglich woanders ist. Er behauptet, dass „das Denken nie aus sich selbst heraustreten kann, um der Welt so zu begegnen wie sie wirklich ist“. Alles was wir wissen können, ist „wie die Welt für uns ist, nicht wie die Welt an sich ist“. Einen Blick auf die Möglichkeiten, sich diesem „spekulativen Außen“ zu nähern, zeigen uns die ausgewählten Arbeiten der ausstellenden KünstlerInnen. Auch wenn sie jeweils ihre eigenen Anliegen verfolgen, so bewegen sich doch alle auf jenem spekulativem Gebiet. In diesem Geist des ursprünglichen Woanders-Seins liegt die Hoffnung, dass die Ausstellung dem Betrachter einen Moment des Selbstzweifels beschert und ihn zu einer einfachen Frage führt: Wo stehe ich hier in diesem Raum?

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von fünf Künstlern aus Berlin und Großbritannien: Marie von Heyl, TC McCormack, Matthew Noel Tod, Richard Sides und Oliver Zwink.

 

 

Marie van Heyl (geb.1981 in Stuttgart)

Marie von Heyls Arbeiten resultieren aus der poetischen Spannung und den produktiven Missverständissen die entstehen, wenn unterschiedliche Realitätsmodelle aufeinander prallen, sich überlappen oder nicht ganz zusammenpassen. Von besonderer Relevanz sind dabei Objekte die als Vermittler zwischen unterschiedlichen Glaubenssystemen oder als Träger sentimentaler Werte fungieren, wie zum Beispiel Kultgegenstände, Fetische, Erbstücke und Souvenirs.

http://www.marievonheyl.de

 

TC McCormack (geb.1970 in Belfast, Nordirland)

In seiner multidisziplinären, kreativen und diskursiven Praxis betrachtet er Konstellationen von Festlegungen: von der veränderlichen Identität der Materialität, der Abwesenheit menschlicher Tätigkeit, bis zum Phänomen widerständigen Raums. Seine Arbeit zeigt sich in zahlreichen Erscheinungsformen: Film, Assemblage, Zeichnung, Veranstaltungen, kuratierte Projekte, Publikationen.

http://www.tcmccormack.co.uk

 

Matthew Noel-Tod (geb.1978 in Stoke-on-Trent, UK)

Seine Filme deuten das Erzählkino um, indem er ein Zusammenhang zum experimentellen Film zur Konzeptkunst sowie zu Literatur und Philosphie herstellt. Noel-Tod der seine Arbeiten seit 1999 international ausstellt hat sein Fähigkeiten im Erstellen vieldeutig aussdrucksstarker Videos stetig weiterentwickelt und verfeinert. Die Filme stellen unterschiedliche Ästhetiken zur Schau und untersuchen das Wechselspiel zwischen Wort und bewegtem Bild.

http://mnoeltod.tumblr.com

 

Richard Sides (geb.1985, Rotherham, UK)

Sides setzt in seiner Arbeit eine Vielzahl an Medien ein. Dabei untersucht er Vorstellungen von Komplexität, Präsenz, Zeitlichkeit, Widerspruch und die Möglichkeit „einer Ontologie der Kommunikation”. Seine facettenreichen Produktionen von Videos, Installationen, Soundarbeiten, Perfomances und Collagen gehen ineinander über und bringen Charaktere und abstrakte Ideen von Bewußtsein hervor, die aus dem komplexen Mix aus sozialen Lebenswelten hervortreten.

http://www.richardsides.com

 

Oliver Zwink (geb.1967 in Heidenheim/Brenz)

Der Großteil von Oliver Zwinks Arbeiten der letzten Jahre setzt sich vor dem Hintergrund urbaner Wirklichkeit mit der Wechselbeziehung von gebautem und unbewusstem Raum auseinander. Seine Serie digitaler Prints bestehen aus behutsam arrangierten, angereicherten Oberflächen, die einen veränderten Sinn für den Ort suggerieren. Die durchgearbeiteten Bilder wirken befreiend, indem sie unser kollektives Durcheinander entfernen. Tatsächlich verweigern sie die Darstellung von Sprache (sichtbare Auslöser für irrationale Bedürfnisse) und lassen uns die Welt an sich erblicken.

http://www.oliverzwink.de

 


English version:

 

 

the absolute outside

Marie von Heyl, TC McCormack, Matthew Noel-Tod, Richard Sides, Oliver Zwink

curated by TC McCormack

 

31.01.-07.02.2015

 

Opening: Friday, 30.01.2015, 7 pm

 

Opening times: Sat., 31.01. + Sun., 01.02., 2-5 pm

and 02.-07.02. by appointment

 

 

the absolute outside, is a term coined by Quentin Meillassoux to describe a space that exists beyond the limits of our thoughts, of being genuinely elsewhere. He argues that thought ‘can never get outside itself to encounter the world as it really is’. All we can ever know is ‘how the world is for us, not how it is in itself.’ The potential to entertain this speculative exteriority can be glimpsed in the selected work of the exhibiting artists; though their practices each have distinct concerns, all have strayed onto this speculative territory. In this spirit of being genuinely elsewhere, there is the hope that this exhibition can offer the viewer a moment of self-doubt; to see the viewer ask a simple question; where should-I-stand-in-here?

This exhibition brings together five artists from Berlin and the UK: Marie von Heyl, TC McCormack, Matthew Noel Tod, Richard Sides & Oliver Zwink

 

 

Marie van Heyl (b.1981 in Stuttgart, Germany)

Marie’s work draws from the poetic friction and productive misunderstandings that emerge when different models of reality collide, overlap or not quite fit together. Of particular relevance are objects that serve as mediators between different belief systems or carriers of sentimental value, such as cult objects, fetishes, heirlooms and souvenirs.

http://www.marievonheyl.de

 

TC McCormack (b.1970 in Belfast, N.Ireland)

His multidisciplinary practice is a creative and discursive site, considering a constellation of preoccupations; from the shifting identity of materiality, the absence of human agency, to the phenomenon of resistance space. His work takes a range of outcomes, often combining: film, assemblage, drawing, events, curation and publications.

http://www.tcmccormack.co.uk

 

Matthew Noel-Tod (b.1978 in Stoke-on-Trent, UK)

His films reframe narrative cinema in relation to experimental moving image, conceptual art, philosophy and literature. Having exhibited internationally since 1999, Noel-Tod has explored and refined his ability to create multi-expressional videos that display a range of aesthetics and explore the interplay between words and the moving image.

http://mnoeltod.tumblr.com

 

Richard Sides (b.1985, Rotherham, UK)

Sides’ work uses a variety of media to explore notions of presence, temporality, complexity, conflict and the possible idea of ‘an ontology of communication’. His multifaceted output in video, installation, sound, performance and collage blurs seamlessly allowing characters and abstract notions of consciousness to emerge from the complex social composite environments he creates in his work.

http://www.richardsides.com

 

Oliver Zwink (b.1967 in Heidenheim/Brenz, Germany) His recent series of digital prints are carefully arranged expanded surfaces; that produce an altered sense of place. His seamless images offer a release, in removing our collective clutter, indeed they deny us language (visual triggers to irrational wants) to leave you looking at the world in itself.

http://www.oliverzwink.de

 

 

"IWF Mördertreff", One Night_Group Show, 28.11.2014

Please scroll down for photo documentation

 

 

 

IWF Mördertreff

 

One Night Group Show

 

Eröffnung: Freitag, 28.11.2014, 19.00 Uhr

 

mit:

Boris Abel, Sonja Alhäuser, Amt für Apokalyptische Aufklärung, Heike Kati Barath, Sheila Barcik, BEWEGUNG NURR, Roland Boden, Sascha Boldt, Heike Bollig, Manuel Bonik, Lutz Braun, Saskia Breitenreicher, Conni Brintzinger, Matthew Burbidge, Sonja Burbidge, Alexander Callsen, Till Cremer, Swen Daemen, Lizza May David, Die Philosophischen Bauern, Nataly Dietz, Ursula Döbereiner, Jürgen Drescher, Maria Ducasse, Irena Eden & Stijn Lernout, Ethno-Maieutik & Reduce Ltd., Frederik Foert, Tom Früchtl, Robert Gfader, Zoe Giabouldaki, Lukas Glinkowski, Mariola Groener, Armin Häberle, Stephanie Hanna, Andrea Hartinger, Tina Isabella Hild, Hervé Humbert, Henrik Jacob, Jeroen Jacobs, Jakob Jensen, Uwe Jonas, Alexander Laudenberg, Cédric Le Corf, Peter Jap Lim, Sven Kalden, Manfred Kirschner, Silke Koch, Ulrike Kuschel, Simone Lanzenstiel, Christine Lemke, Sabine Linse, Martin Löhr, Jens Christian Madsen, Matthias Mayer, Stefanie Mayer, Zoë Claire Miller, Alexander Minor, Oliver Möst, Ulrike Mohr, NEOZOON, Hester Oerlemans, Kirsten Palz, Wolfgang Plöger, Maria-Leena Räihälä, Øyvind Renberg, Kirstin Rogge, Adrian Schiesser, Mira Schnedler, Ann Schomburg, Stefanie von Schroeter, Michael Schultze, Veronika Schumacher, Marike Schuurman, Olivia W. Seiling, Daniel Seiple, Eva Seufert, Heiko Sievers, Heidi Sill, Alexander Skorobogatov, Johanna Smiatek, Erik Smith, Elisabeth Sonneck, Max Sudhues, Gabriele Stellbaum, Sarah Strassmann, Vassiliea Stylianidou, Maki Takano, Thea Timm, Alessandro Vitali, Gabriela Volanti, Gabriel Vormstein, Linda Weiss, Annette Weisser, Maja Weyermann, Sibylle Zeh, Gloria Zein, Michaela Zimmer

 

Ende September 1988 treffen sich im Internationalen Congress Centrum (ICC) in West-Berlin Mitglieder des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank zu ihrer Jahrestagung. Unter dem Motto „IWF und Weltbank organisieren die Armut der Völker“ treffen sich auch rund 150 linke Organisationen in der Berliner Technischen Universität (TU) zu einem Gegenkongress. Die Veranstaltung stellt sich zentral gegen den Kapitalis-mus selbst sowie gegen dessen "lebensvernichtende Auswirkungen". Es wird eine umfassende Schuldenstreichung gefordert (die lateinamerikanische Auslandsverschul-dung beträgt 420 Milliarden Dollar) und darüber hinaus als Wiedergutmachung für „koloniale und neokoloniale Ausbeutung" Reparations- und Entschädigungszahlungen.

 

Nie zuvor waren die beiden Organisationen IWF und Weltbank so umstritten. Für die einen sind sie die Schurken in der Weltwirtschaft, für die anderen die ökonomische Weltver-nunft. Angst liegt über der größten internationalen Konferenz, die jemals in Deutschland inszeniert wurde. "Verhindern wir den Kongress" formulierten die Autonomen "alles ist möglich, alles ist nötig". Monatelang bereitet die Szene den Empfang der Banker vor. Bunt ist das Gemisch jener, die mit Argumenten und Appellen gegen IWF und Weltbank mobil machen: Kirchen und Jungsozialisten, Grüne und Alternative, Umweltschützer, Katho-lische Landjugend und "Buko" (Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen), eine Dachorganisation zahlreicher Dritte-Welt-Initiativen.

 

Es machten sich also viele auf den Weg nach West-Berlin, fanden sich mittendrin in den Protesten und Demonstrationen wieder, skandierten "IWF Mördertreff" und mußten vor Wasserwerfern und Gegenaktionen der Polizei davonspurten. Was ist geblieben von diesen Protesten, dieser politischen Haltung, die sich auch nicht politisch aktive und unorganisierte "Demo-Touristen" überstülpten, um eine vermeintlich gemeinsame Sache zu vertreten? Was mobilisiert Menschen heutzutage? Wieso ist aus dieser antiimperialis-tischen Massenmobilisierung nicht mehr geworden?

 

Seit 2005 initiiert Künstler und Spor Klübü-Projektraumbetreiber Matthias Mayer diese Reihe von Gruppenausstellungen, die sich thematisch immer mit Zitaten aus den 1980er Jahren beschäftigen. Diese Zeit war für den damals jungen heranwachsenden Künstler prägend und so knüpfen die Zitate aus Kunst, Film, Literatur, Politik und Gesellschaft an das an, was erlebt, verehrt oder nur mitverfolgt wurde.

 

Liste der vergangenen Gruppenausstellungen und Zitate:

2005 "Very Sporty Jack" - aus Jim Jarmusch's Film "Down by law"

2006 "U can't touch this" - Song von MC Hammer

2007 "Sllörrrrr wip wop wop - aus Charles Bukowski's Buch "Fuck Machine"

2008 "Jeder Mensch ist ein Künstler" - Joseph Beuys

2009 "Nelson Mandela must fe free" - Free Mandela-Kampagne

2010 "Stranded in The Future" - Song von Kim Fowley

2012 "Cocaine – blows my brain..“ - aus der 80er-Szene

 

 

 

Grafik Design: Kurz Gestaltung

"TRACHT & HABITUS (Sprites)", Markus Wirthmann, 26.09.-04.10.2014

TRACHT & HABITUS (Sprites)

Markus Wirthmann

 

26.09.-04.10.2014

Eröffnung: Fr., 26.09.2014, 19 Uhr

 

geöffnet: Sa., 27.08 und So, 28.08.2014, 14-17 Uhr

sowie vom 29.08.-04.10.2014 nach tel. Vereinbarung

 

 

„TRACHT & HABITUS (Sprites)“ ist eine Anordnung, die im Wesentlichen aus einer Anzahl von Dewargefäßen, den „Sprites“, besteht. Ein Dewargefäß dient der thermischen Isolierung seines Inhalts. Diese Gefäße werden mit heißer Salzlösung gefüllt, welche sich im Anschluss langsam abkühlt. Die Verringerung der Temperatur geht mit einer Abnahme der Lösefähigkeit der Flüssigkeit einher, das Salz fällt aus und formt Kristalle. Nach vollständiger Abkühlung der Salzlösung auf Umgebungstemperatur setzt sich der Kristallisationsvorgang durch Verdunstung des Lösungsmittels fort. Dieser Vorgang kann während der Laufzeit der Ausstellung nicht von außen beobachtet werden.

(Markus Wirthmann, 2014)

 

Markus Wirthmann ist ein Künstler, der seine Arbeiten aus ephemeren und amorphen Materialien entwickelt. Wasser, Sand, Licht und Luft finden sich in technischen Experimenten, welche naturwissenschaftliche Prozesse als ästhetisches Mittel einbinden. Während die materiellen Rahmenbedingungen vom Künstler gesetzt werden, bleibt die Hervorbringung der Form gewöhnlich maschinellen Vorrichtungen überlassen. Sie reproduzieren Phänomene, die dem Anschein nach natürliche sind, bilden etwa die Erzeugung von Sanddünen oder einer Sonnenfinsternis nach. Diese Vorrichtungen und die Werke, die durch sie hervorgebracht werden, sind in zahlreichen Ausstellungen des Künstlers nebeneinander zu sehen. Durch diese Kombination meidet der Künstler eindeutige metaphysische oder poetische Zuschreibungen. Stattdessen ist Wirthmanns skulpturale Arbeit in einem ständigen Fluss, aus dem immer wieder ein Bild gerinnt, das die Bedingungen seiner eigenen Entstehung offenbart.

(Craig Campbell, Amherst, Mai 2014)

 

www.markus-wirthmann.de

 

"light: look at the sun", Annika Hippler, 28.08.-06.09.2014

light: look at the sun

Annika Hippler

 

28.08. - 06.09.2014

 

Eröffnung: Do., 28.08.2014, 19 Uhr

 

geöffnet:

Sa., 30.08. und So., 31.08., 14 - 17 Uhr

sowie von 01.09. - 06.09. nach tel. Vereinbarung

 

Annika Hippler erzeugt mit Laserstrahlen hypnotische Raum- und Bildkompositionen. Ihre Arbeit experimentiert mit gebündelten Photonen und untersucht die malerischen Qualitäten von Lichtfrequenz und Wellenlänge. Ihre Bilder leuchten und sind im Dunkeln sichtbare Resonanzfelder eines elektromagnetischen Farbspektrums. Hipplers installative Arbeiten sind immer genau austarierte Lichteinfälle zwischen Konkretion und Diffusion. Verborgene Strukturen und Oberflächen verdunkelter Räume, Hallen oder gar Landschaften werden abgetastet und mit Spiegeln, Prismen, Folien in magisches Flirren versetzt. Es sind sublime Fata-Morgana-Systeme zwischen purem Minimalismus und sanfter Trance, deren räumliche Grenzen erst technisch präzise eingefangen, dann wieder völlig aufgelöst und unendlich erweitert werden. Es entstehen eigenständige, teilweise sich selbst überlassene Lichtuniversen, in denen von Chaostheorie und Kepplerschen Gesetzen die Rede ist.

 

Während im Moment der grosse helle Stern von Otto Piene besonders strahlend über der Stadt steht und in der Nationalgalerie noch einmal laut die Stunde Null der deutschen Lichtkunst schlägt, lässt Hippler als Hommage dazu im Spor Klübü eine dunkle Sonne scheinen. Die Nacht wird dazu sanft verstärkt, die Rolläden heruntergelassen, und vor der Tür eine Strassenlaterne gelöscht. Drinnen quellt und schlummert tief und fest ein majestätisches Volumen, während sich draussen irgendwann ein Pünktchen Licht von der Erdanziehung lösen wird und bald darauf als kleiner Schimmer in der Atmosphäre seine Umlaufbahn erreicht.

 

Annika Hippler wurde 1978 in Berlin geboren, wo sie heute auch lebt. Sie studierte an der UdK in Berlin und an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig u.a. bei John M Armleder. Ihre Lichtinstallationen wurden beispielsweise im Kunstverein Hannover, im ZKM Karlsruhe und im Zverev Center for Contemporary Art in Moskau gezeigt. 2011 wurde ihre Laserinstallation „Orbit“ vom ZKM Karlsruhe mit dem Kunstpreis „Gewebtes Licht“ ausgezeichnet. Aktuell ist Annika Hippler für den „International Light Art Award“ vom Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna nominiert.

(Text: Ingo Gerken)

 

www.annika-hippler.net

 

 

"FLING FLING" Flamenca Fleming, 27.06.-05.07.2014

FLING FLING

Flamenca Fleming

 

27.06. - 05.07.2014

 

Eröffnung: Fr., 27.06.2014, 19.00 Uhr

 

geöffnet: Sa., 28.06. und So., 29.06., 14.00 – 17.00 Uhr

sowie von 30.06. - 05.07. nach tel. Vereinbarung

 

 

Flamenca Fleming (*1930) begann ihre künstlerische Arbeit im Frankreich der Nachkriegszeit. Ihre Arbeiten sind außergewöhnlich und dennoch in Deutschland so gut wie unbekannt. Ihre Skulpturen, Installationen, Assemblagen und Malereien erscheinen funkelnd neu, leuchtend und brisant. "Fling Fling" wurde von der Künstlerin in Zusammenarbeit mit ƒƒ zusammengestellt und zeigt sowohl Arbeiten früherer Schaffensperioden wie auch ganz neue Arbeiten.

 

Flamenco Fleming ist emeritierte Professorin für Performance-Kunst am Art Institute of Chicago und momentan als Gastforscherin an der Harvard University, Cambridge tätig. Sie wurde 1930 in Venezuela geboren, studierte an der École des Beaux-Arts in Paris und am California Institute of the Arts und zeigte ihre erste Einzelausstellung bei Leo Castelli, New York 1961. Fleming war eine Mitbegründerin des Feministischen Programms für Kunst in Fresno und am Cal Arts und eine der wichtigsten Teilnehmerinnen am legendären "Womanhouse“ mit ihrem “Gehäkelten Environment“ und ihrer ersten “fling fling" Performance. Ihre Arbeiten waren u.a. in "Les Magiciens de la Terre" (1989) und in "WACK! Art and the Feminist Revolution" (2007) zu sehen.

 

www.fffffff.org

 

 


English version

 

FLING FLING

Flamenca Fleming

 

27.06. - 05.07.2014

 

Opening: Fr., 27.6.2014, 7 pm

 

Opening times: Sat., 28.06. and Sun., 29.06., 2-5 pm

and from 30.06.-05.07. by appointment

 

 

Flamenca Fleming (*1930) began her artistic career in postwar France. Her artworks while extraordinary, are virtually unknown to a larger public in Germany. Her sculptures, installations, assemblages and paintings sparkle with vigor; her approach is crystalline in focus, slicing to the quick of the medium. "Fling Fling" was curated by the prolific artist in collaboration with ƒƒ and shows classical artworks from her oeuvre alongside fresh new implements.

 

Flamenca Fleming is Professor Emerita of performance art at the School of the Art Institute of Chicago, and currently a visiting scholar at Harvard University, Cambridge. Born 1930 in Venezuela, Fleming studied at École des Beaux-Arts in Paris and the California Institute of the Arts and had her forst solo show with Leo Castelli, New York in 1961. Fleming was a co-initiator of the Feminist Art Programs in Fresno and at Cal Arts, and key contributor to the "Womanhouse“ exhibition with "Crocheted Environment“ and her first "fling fling" performance. Her works were shown in the exhibitions "Les Magiciens de la Terre" (1989) and "WACK! Art and the Feminist Revolution" (2007).

 

www.fffffff.org

 

"Togetherness", Klasse Prof. Una Moehrke, 30.05.-02.06.2014

 

Togetherness

 

Ein Ausstellungsprojekt zu kooperativen Prozessen der Klasse Prof. Una Moehrke, Studiengang Kunsterziehung/Kunstpädagogik der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

 

31.05. bis 02.06.2014

Eröffnung: Freitag, 30.05.2014, 19.00 Uhr

 

mit

SOUNDpartizipation von Helmut Bieler-Wendt

Musikperformance von Eusebio Calzone and his friends

 

geöffnet:

Samstag, 31.05., 14.00-17.00 Uhr

Ausstellungsgespräch mit Lukas Meya und Una Moehrke

Musikperformance von Eusebio Calzone and his friends

 

Sonntag, 01.06., 14.00-17.00 Uhr

Ausstellungsgespräch mit Lukas Meya und Una Moehrke

 

sowie Mo., 02.06. nach tel. Vereinbarung

 

 

„Togetherness“ ist ein Ausstellungsprojekt, das Elemente menschlicher Kooperation mithilfe von und im Zusammenhang mit künstlerischer Arbeit untersucht. In vielen Facetten wird die gesellschaftliche Dimension von Zusammenarbeit in Zeiten wachsender Anonymisierung fokussiert. Zusammenarbeit ist darüber hinaus das Entstehungsprinzip selbst, das sich im Dialog verschiedener künstlerischer und nicht-künstlerischer Positionen formt und somit über eine singuläre künstlerische Haltung hinausgeht. Im Wechselspiel der einzelnen Beiträge entsteht ein Organismus, in dem die einzelnen Positionen aufeinander eingehen und sich ergänzen. Der Dialog bildet ein soziales Gefüge, indas auch die Ausstellungsbesucher einbezogen sind. „Togetherness“ ist Entstehungsstruktur, Werkinhalt und Ausstellungsformat zugleich.

 

An zwei Orten und vier Spielstätten - Projektraum Spor Klübü, Berlin, Anhaltischer Kunstverein und VORORT-LADEN in Dessau und im Dessauer Stadtraum - werden Fragen gestellt Diskussionen geführt/Ausstellungsbeiträge und Performances gezeigt/Workshops durchgeführt/Interventionen im Stadtraum unternommen.

 

Die Beiträge wurden als Modelle für eine themenorientierte, ästhetische Praxis konzipiert und experimentieren mit Fragen einer kunstvermittelnden Arbeit. Die Kooperationsvarianten im künstlerischen Arbeitsprozess stehen in Symmetrie mit infizierender Kooperationskompetenz, die bei BesucherInnen und ProjektpartnerInnen ausgelöst werden sollen: Together & you - Together & me.

(Text: Una Moehrke, Axel Winter und Christoph Görke)

 

Projektblog : http://togetherness2014.wordpress.com/

"A Life Of Metal", Tatiana Echeverri Fernandez, 25.04.-04.05.2014

A Life Of Metal

Tatiana Echeverri Fernandez

 

25.04. – 04.05.2014

Eröffnung: Fr., 25.04.2014, 19.00 Uhr

 

geöffnet:

Sa., 26.04. und So., 27.04., 14.00-17.00 Uhr

sowie vom 28.04. bis 03.05. nach tel. Vereinbarung

 

Performance in 3 Teilen

Sonderöffnung zur Performance Teil 2

(Teil 1 und Teil 3 nicht öffentlich):

Di., 29.04., 7.58-8.10 Uhr

 

Finissage/Präsentation der Arbeiten aus der Performance:

So., 04.05., 17.00 Uhr

mit Ausschank von "Danziger Goldwasser" aus der Weddinger “Preußischen Spirituosen-Manufaktur”

 

In den 1930er Jahren, bevor es Farbfotografie gab, produzierte Lili Kolisko Chromatogramm-Bilder. Sie ließ eine 1-prozentige Goldchlorid-Lösung an Filterpapieren hochsteigen, trocknete sie im Sonnenlicht und setze sie in eine weitere Flüssigkeit in größerer Menge, um an den Filterpapieren hochsteigen zu lassen. Einige violette Farbnuancen wurden sichtbar. Einige dieser Arbeiten machte sie frühmorgens am 19.06.1936, ein paar Stunden nach einer Sonneneklipse (Textübersetzung nach Nick Kollerstrom).

 

Tatiana Echeverri Fernandez zeigt neue Arbeiten, die prozesshaft die lebenden Eigenschaften von Metall untersuchen. Eigens dafür richtet sie ein temporäres provisorisches Labor im Spor Klübü ein. In der Annahme, dass Gold ein Gedächtnis besitzt, das über ein Strukturgedächtnis hinausgeht, wird sie außerdem mit Hilfe der Photosynthese von einer bestimmten Pflanze, der man eine Traumata lösende Wirkung nachsagt, versuchen, das Gold von seiner Vergangenheit zu „befreien“. In 3 Phasen - vor, während und im Anschluss an die Sonneneklipse, die am 29. April um 07.52 Uhr stattfinden wird – wird sie „Steigbilder“ erstellen. Lediglich zur Phase 2 - während der Sonnenfinsternis - wird man der Performance beiwohnen können.

 

Im Falle der hergestellten Bilder von Silber erkennt man, dass die Menge an entstandenen Formen so groß ist, dass es unmöglich wäre, ein Bild nur von Silber zu zeigen….. Im Falle von Gold sind die Farben so reich, dass viele Bilder observiert werden müssen, bevor man die Natur und den Charakter des Metalls realisieren kann. Die erscheinenden Farben reichen von purem Gelb bis zu dunklem Violett (Textübersetzung nach Lili Kolisko).

 

www.tatianaecheverrifernandez.de

 

 

"Camping Europa", Timea Anita Oravecz, 28.03.-06.04.2014

Camping Europa

 

Timea Anita Oravecz

 

28.03. bis 06.04.2014

Eröffnung: 28.03.2014, 19.00 Uhr

 

geöffnet: Sa., 29.03 und So., 30.03., 14.00 – 17.00 Uhr

sowie von 31.03. - 06.04. nach tel. Vereinbarung

 

 

Einführung

 

In „Camping Europa“ erarbeitet die ungarische Künstlerin Timea Anita Oravecz eine komplexe Installation zum Thema Einwanderung. Am Beispiel des Flüchtlingscamps auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg geht sie der Frage nach, wie Menschen aus verschiedenen Kulturen mit der Stadt in ihrem täglichen Lebensablauf verbunden sind. Ihre Arbeit verknüpft persönliche und kollektive Erfahrungen mit kulturellen, historischen und sozio-politischen Themen.

 

Hintergründe

 

Mitten im Bezirk Berlin-Kreuzberg leben MigrantInnen ohne Papiere in einer improvisierten Zeltstadt und protestieren. Sie möchten sich gerne in die deutsche Gesellschaft integrieren, aber ihre Forderungen nach Bleiberecht, Abschaffung der Residenzpflicht und Arbeitserlaubnis sind bisher nicht erfüllt worden. Rund 200 Asylsuchende verließen im Oktober 2012 ihre offiziellen Unterbringungsorte in verschiedenen deutschen Städten und zogen nach Berlin, um auf ihre Notlage aufmerksam zu machen.

Ihr Protest findet immer noch statt - auch während im Oktober 2013 vor der italienischen Insel Lampedusa Hunderte von Flüchtlingen im Meer den Tod fanden, nachdem ein Schiff mit MigrantInnen aus Eritrea und Libyen Feuer fing und sank. Eine Hilfsorganisation bezeichnete diese größte Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer als „Europa's Krieg gegen Migranten“. EU-Offizielle verlangten darauf von Deutschland eine größere Anzahl von Asylsuchenden zu akzeptieren, aber Deutschland ist immer weniger bereit, neue Flüchtlinge aufzunehmen.

Die ungarische Mythologie unterteilt die Welt in drei Bereiche: die „Oberwelt“ (Felső világ), in der die Götter leben, die politische, zentrale oder irdische Welt (Középső világ), in der wir leben und die „Unterwelt“ (Alsó világ), die eine perfekte Spiegelung der „Mittelwelt“ bzw. irdischen Welt ist. Nach bestimmten Theorien war diese Ansicht auch üblich in früheren Bevölkerungsgruppen aus der Türkei, dem Ural und der Mongolei, sowie ähnlich vorzufinden bei nomadischen Bevölkerungsgruppen auf der ganzen Welt.

 

Ausstellungsinstallation

 

Der Besucher im Spor Klübü „steigt“ in die „Unterwelt“: Im Raum sind vier Iglu-Zelte kopfüber an der Decke installiert. Ein bedrückendes Szenario, das auf die Situation der EinwanderInnen in die EU verweist. Oravecz hat den Ausstellungsraum in ein imaginäres Stadtquartier mit Ausblick auf eine visionäre Stadtlandschaft - eine kopfüber an die Wand gemalte Silhouette von Stadtgebäuden - verwandelt. Eine übergroße EU-Flagge deckt den gesamten Boden des Ausstellungsraums ab und fordert zum Betreten auf.

Die kreisförmige Anordnung der Sterne - der Kreis an sich - steht symbolhaft für eine radikale Kraft, für die Unmöglichkeit, einer bestimmten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation zu entfliehen. Die „Hinterland-Situation“ - die Stadtsilhouette - hält die Personen in dieser mit Fakten angehäuften Umgebung gefangen und macht sie zu wehrlosen Opfern.

 

Timea Anita Oravecz

(www.timeaoravecz.com)

(http://berlininterviews.com/?p=1112)

 

Seit über 15 Jahren hat Timea Anita Oravecz, gebürtige Ungarin, in verschiedenen europäischen Ländern gelebt. Gegenüber dem, was sie im sozialistischen Regime in Ungarn während ihrer Kindheit erlebt hat, zeigt sie sich begeistert von den kulturellen und sozialen Ansätzen in westeurpäischen Ländern. Mit den Erfahrungen, die sie als Migrantin macht, entwickelt sie ein starkes Interesse an den Beziehungen zwischen Integration, Herkunftskultur und persönlicher Indentität.

In Bezug auf alltägliche sozio-kulturelle Hintergründe in Stadträumen mit dem Thema

Migration realisiert sie von 2008-2010 das Projekt „Kiezhaus Container“ mit MigrantInnen in Berlin-Marzahn, um deren Situation mehr Sichtbarkeit zu verleihen. In dem Container-Treffpunkt organisiert sie Workshops, macht Performances, Installationen, Foto- und Videoprojekte.

In ihrem letzten Projekt arbeitet sie zusammen mit einer Berliner Aussiedler-Gemeinde von „Russlanddeutschen“ - Deutschen aus Russland. Sie waren Opfer der ethnischen Säuberungen während Stalin's Terror und dem Kommunismus. Ihnen wurde verboten, ihre Sprache auszuüben. Sie lehrt den Kindern der Aussiedler die alten Gesänge, die bei ihren Eltern in Vergessenheit geraten sind. In einer Zweikanal-Videoinstallation stellt sie die Gesänge, vorgetragen von einem Kinder- und einem Erwachsenenchor, sowie Interviews mit den Frauen und Aufnahmen von der Arbeit mit den Kindern gegenüber.

 

 

 


Fotos: Balint Meggyesi

"Ende", Manfred Kirschner, 28.02.-08.03.2014

Ende

 

Manfred Kirschner

 

28.02.-08.03.2014

Eröffnung: Freitag, 28.02.2014, 19.00 Uhr

 

geöffnet: Sa., 01.03. und So., 02.03., 14-17 Uhr,

sowie vom 03.03. bis 08.03. nach tel. Vereinbarung

 

 

mANFRED kIRSCHNER - eNDE

 

Das Werk von Manfred Kirschner ist medial vielfältig und wechselhaft. Es umfasst Zeichnung, Performance, Video, Malerei und Objekt. In dem Unternehmen, sich der Freiheit der Künstlerrolle zu nähern, sympathisiert es am ehesten mit den Auffassungen des Neostrukturalismus.

 

In der Ausstellung „Ende“ bezieht sich Kirschner ästhetisch auf Endtitel im Film und setzt deren erzählerische Struktur frei. Die Einblendung des Filmendes ist Grenzzeichen der Sphären, das Reale drängt zurück. Über die Codierung ruft das Filmbild den Betrachter aus dem imaginären Reich zurück in sein Leben. Kirschner verarbeitet dazu Einkaufstaschen, Abbildungen aus Merian-Heften sowie auf der Straße gefundene Malereien in seiner sehr eigenen „Allover-Collage-Technik“.

 

Im Wald hinter seinem Elternhaus hat Kirschner gemeinsam mit einer Freundin eine Videoarbeit für die Ausstellung realisiert, die ein Filmende spielt. Der Film als Zitate-Collage wirkt schräg und doch seltsam gewohnt. Es wird deutlich, dass wir das Universelle durch ständige Wiederholung und Zitat erst kreieren.

Text: Gloria Regensburg

 

 

"Dark Star", Monika Goetz, 29.11.-07.12.2013

 

Dark Star

 

 

Monika Goetz

 

29.11. – 07.12.2013

 

Eröffnung: Freitag, 29.11.2013, 19.00 Uhr  

 

geöffnet: Sa., 30.11. und So., 01.12., 14-17 Uhr

sowie vom 02.12. bis 07.12. nach tel. Vereinbarung

 

Seit mehreren Jahren setzt sich Monika Goetz in ihren Installationen direkt mit der Raumarchitektur und der Abwesenheit von Licht auseinander. Durch gezielte Eingriffe werden neue Wahrnehmungswelten geschaffen. In ihrer Ausstellung im Spor Klübü konzentriert sich Monika Goetz auf die beiden gegenüberliegenden Seitenwände. In zwei wandfüllenden Installationen stehen sich dunkel glitzerndes Schleifpapier und ein aus den Schmauchspuren abgebrannter Wunderkerzen entstandener Stern gegenüber. Die Rauhheit des schwarzen Schleifpapiers (40-Körnung) läßt die BetrachterInnen einerseits Abstand wahren, gleichzeitig entwickeln die kleinen funkelnden Steinchen aber auch eine starke Anziehungskraft.

 

Dem gegenüber erstrahlt ein schwarzer Stern. Einige hundert Wunderkerzen werden beim Abbrennen direkt an die Wand gedrückt, ihre Glut und die seitlich sprühenden Eisenpulverfunken hinterlassen somit sichtbare Brandmarkierung auf der Wand. Diese wiederum ergeben eine eingebrannte Wandzeichnung, deren feine Linien sich über die gesamte Wand ausdehnen. Steht man in der Mitte des Raumes -zwischen beiden Arbeiten- so scheint man die Energie der dunklen Materien spüren zu können.

 

photos: Monika Goetz, scroll down for text





"Observer", 222. Konsultativkonferenz der Philosophischen Bauern, 25.10.-01.11.2013

Observer

 

Von der bevorstehenden Veränderung

222. Konsultativkonferenz der Philosophischen Bauern

25.10.-01.11.2013

 

Eröffnung: Freitag, 25.10.2013, 19.00 Uhr

 

geöffnet:

Sa., 26.10. und So., 27.10., 14-17 Uhr,

sowie vom 28.10. bis 31.10. nach tel. Vereinbarung

 

Schlussveranstaltung: Freitag, 01.11.2013, 19.00 Uhr

 

 

Auszug aus dem Grußwort von Johann Andreas Naumann, Konferenzpräsident und Gründer der Philosophischen Bauern: „Als langjähriger Konferenzpräsident erfüllt es mich mit großer Freude, Sie in diesem Jahr zur 222. Konsultativkonferenz der Philosophischen Bauern begrüßen zu können. Und ich bin stolz, dass in diesem Jahr namhafte Organisationen teilnehmen, die sich um die Beobachtung der Veränderung in vielfacher Weise verdient gemacht haben:

  • Amt für Apokalyptische Aufklärung (Patmos, Griechenland),

  • Ethno-Maieutik & Reduce Ltd. (Peacock Island, Berlin, Deutschland),

  • The Waldron Institute (Buffalo, NY, USA),

  • und – natürlich – Die Philosophischen Bauern (Köthen & Berlin, Deutschland).

Wir werden uns in den kommenden acht Tagen gemeinsam mit den hochkarätigen Experten der Frage widmen, wie wir mit den Techniken der Beobachtung der bevorstehenden Veränderung auf die Spur kommen können. Und Sie können gewiss sein: Die Beiträge in den acht Sektionen werden Sie in Ihren Grundfesten erschüttern.“

 

www.philosophische-bauern.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonya Schönberger, Christof Zwiener, 27.09.-05.10.2013

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Sonya Schönberger

Christof Zwiener

 

 

Eröffnung: 27.09.2013, 19.00 Uhr

 

 

Laufzeit: 27.09. bis 05.10.2013

Öffnungszeiten: Sa., 28.09. + So., 29.09., 14-17 Uhr

sowie 30.09.-05.10. nach tel. Vereinbarung

 

 

Viel wurde über die Auswirkungen der Wende und die enormen Transformationsprozesse für Neubundesbürger seit der Wiedevereinigung geschrieben. In ihrer neuen gemeinsamen Ausstellung im Spor Klübü widmen sich Sonya Schönberger und Christof Zwiener diesem Thema auf skulpturale und installative Weise. Gebrauchs- und Alltagsgegenstände oder Symbolträger, die zu DDR-Zeiten auf Grund ihres besonderen Designs und der Vermittlung von politischer Ideologie bedeutsam waren, haben nach der Wende in vielen Fällen ihren Wert und ihre Bedeutung verloren. Die Menschen im Osten Deutschlands haben sich zum größten Teil direkt von Gegenständen und der Symbolik, die sie mit ihrer Vergangenheit verbunden haben getrennt, und maßen diesen im Vergleich zu allem, was aus dem Westen kam, keine Bedeutung mehr zu. Der Wille zum Neuanfang und das schnelle Verdrängen der Vergangenheit als Ausdruck deutscher Mentalität steht in der Ausstellung von Schönberger und Zwiener im Focus. Das spontane und oft unbedachte Niedereißen, Abtragen oder Zerstören von Geschichte und der Erinnerungen an die DDR steht das Bestreben des Verstehens und Begreifens durch Aussenstehende und die nachfolgenden Generationen entgegen.

 

Sonya Schönberger (*1975) begab sich für ihr Langzeitprojekt "nix zu reißen und zu beißen" auf eine höchst intime Spurensuche. Für die Recherchearbeit mit deutschen Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und in den USA führte sie über 60 Gespräche im privaten Rahmen. Sonya Schönberger möchte die Auswirkungen der Traumata einer ganzen Nation auf die nachfolgenden Generationen untersuchen. Gerade in den persönlichen Gesprächen erfährt sie von einem spezifischen Charakter dieser Kriegsgeneration. Verdrängen, schweigen, weitermachen sind kollektiver Ausdruck einer Täternation, die auch gleichzeitig Opfer war. Mit dieser Arbeit thematisiert sie die individuelle Erinnerungs- und Bewältigungskultur persönlicher sowie gesellschaftlicher Historie.

www.sonyaschoenberger.de

 

Christof Zwiener (*1972) hinterfragt in seinen Arbeiten die kollektiven und subjektiven Wahrnehmungen historischer Spuren im öffentlichen Raum. Seit 2011 recherchiert und dokumentiert er zur speziellen Thematik des DDR-Fahnenmasts in Ost- Berlin, welcher ein wichtiger Träger der allgegenwärtigen und massiven Staatssymbolik war. Hierbei entstand eine höchst eigene Art der Topografie. Ähnlich einer Stecknadel, die Orte auf einer Karte markiert, vermessen diese letzten Relikte der DDR-Staatsmacht subtil den Raum und folglich die Geschichte. Mit der Fotoserie Twenty Years Of Solitude (2011-2013) dokumentierte Zwiener Fahnenmasten an 250 Orten in ganz Ost-Berlin, die seit dem Ende der DDR ungenutzt im öffentlichem Raum als stille Monumente verblieben sind. Des Weiteren setzt er mit seinem aktuellen Projekt ADN Pförtnerhaus einem weiteren Überbleibsel, dem DDR Pförtnerhaus, ein Denkmal.

www.christofzwiener.de, www.adn-pfoertnerhaus.de

 

 







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"REMIX_10 years in the mix", 10 Year Anniversary Group Show, 30.08.-22.09.2013

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"REMIX - 10 years in the mix"

Jubiläumsausstellung zu 10 Jahre Spor Klübü

 

Eröffnung: Freitag, 30.08.2013, 18.00 Uhr

Laufzeit: 30.08.-22.09.2013

 

geöffnet am 31.08. und 01.09., 14.00-17.00 Uhr

sowie vom 02.09.-21.09. nach tel. Vereinbarung (0179-8593744)

 

Finissage/Künstlergespräch mit Richard Schütz: Sonntag, 22.09.2013, 15.00 Uhr

 

KünstlerInnen:

Michelle Alperin, Mika Andersen, Sheila Barcik, Jens Becker, Matthias Beckmann, BEWEGUNG NURR & Florian Göpfert, Cisca Bogman, Iwona Borkowska, Anna Bromley, Johannes Bünemann, BURQAMASCHINEN (Chris Dreier/Ursula Döbereiner/D. Holland-Moritz), Alexander Callsen, Elly Clarke, Davis Museum feat. Danger Museum (Miho Shimizu & Øyvind Renberg), Meike Dölp, Tiny Domingos, Knut Eckstein, Tatiana Echeverri Fernandez, Irena Eden/Stijn Lernout, Michael Fesca, Frederik Foert, Tom Früchtl, Anne Gathmann, Stella Geppert, Axel Gerber, April Gertler, Robert Gfader, Monika Goetz, Armin Häberle, Max Hattler, Patrick Jambon, Jakob Jensen, Uwe Jonas, Khan, Silke Koch, Julie Laignel, Simone Lanzenstiel, Julia Lazarus, Daniela Lehmann Carrasco, Christine Lemke, Simon Lindhardt, Adrian Lohmüller/Meghan Tomeo, LEO, Sabine Linse, Jens Christian Madsen, Gerhard Mantz, Al Masson, Matthias Mayer, Stefanie Mayer, Oliver Möst, Wolfgang Müller, Nabi Nara, Joe Neave, Susanne Neiß, Neozoon, Elva Olafsdottir, pattypalmtree, Kirsten Palz, Daniel Permanetter, Pfelder, Oliver Pietsch, Maria-Leena Räihälä, Anette Rose, Adrian Schiesser, Sonya Schönberger, Stefanie von Schroeter, Richard Schütz, Michael Schultze, Heidi Sill, Johanna Smiatek, Erik Smith, Anne Staszkiewicz, Melissa Steckbauer, Gabriele Stellbaum, Eva Seufert, Klaudia Stoll/Jacqueline Wachall, Jaro Straub, Vassiliea Stylianidou, Alex Tennigkeit/Stefan Kaminski, Eva Teppe, Thea Timm, Anke Völk, Linda Weiss, Maja Weyermann, Barbara Wille, Ina Wudtke, Sibylle Zeh, Michaela Zimmer, Oliver Zwink

 

Im August 2013 feiert Spor Klübü sein 10-jähriges Bestehen mit 100 beteiligten KünstlerInnen in der Gruppenausstellung "REMIX – 10 years in the mix". Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf Video- und Audioarbeiten. Audio-Werke werden insbesondere analog über Kassette wiedergegeben, Videos über eine große Anzahl von Röhrenmonitoren. Daneben werden aber auch anderen Techniken wie Malerei und Skulptur im „Mix“ vorkommen. In der Geschichte von Spor Klübü standen Einzelpräsentationen im Fokus. Ausstellungen in Kooperation mit KuratorInnen wechselten sich ab mit großen Gruppenausstellungen - den sogenannten „Netzwerkausstellungen“, die den lebendigen Charakter der internationalen Berliner KünstlerInnenszene abbilden.

 

Das Ausstellungskonzept von „REMIX“ mit dem AV-Schwerpunkt bringt Arbeiten zum Vorschein, die zum Teil nie vorher gezeigt wurden, weil sich viele KünstlerInnen in den vergangenen Jahren auf andere Arbeitsbereiche festgelegt haben. Im zeitlichen Rückblick erscheint es, dass Anfang der 00er Jahre Video als noch recht offenes Medium im Trend lag und auch MalerInnen oder BildhauerInnen das Medium nutzten, um zu experimentieren. Meistens blieb es dann bei 1-2 Videorabeiten, die keinen wirklichen Eingang in das Gesamtwerk der KünstlerInnen fanden. Wer heute mit Video arbeitet, der tut es eher ausschließlich auf diesem Gebiet.

Audio war gegenüber Video eigentlich nie im Trend und füllt schon immer ein Nische aus. Zwar werden auch Soundinstallationen und Experimente mit Ton und Technik immer populärer, dann aber in Verbindung mit visuellen Reizen, wie eben bei einer Installation oder einer Performance. Audioarbeiten als rein hörbare Kunst findet man selten. Der Einsatz von alter, abgelöster Technik korrespondiert mit dem Experimentiertum der Arbeiten, die eine Art Zeitlosigkeit besitzen. Die technischen Erneuerungen der letzten Jahre, der immer schneller vorangepeitschte Verbrauchermarkt, getrieben von der Profitgier der großen Firmen, wird damit ad absurdum geführt.

 

 

"Heart of Hearts", Michelle Alperin, 31.05.-09.06.2013

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Heart of Hearts

 

Michelle Alperin

 

 

Eröffnung: Freitag, 31.05.2013, 19.00 Uhr

 

Laufzeit: 31.05. - 09.06.2013

Geöffnet: 01., 02., 08., 09.06, 14.00 bis 17.00 Uhr

sowie nach tel. Vereinbarung (0179-8593744)

 

 

Die in Berlin lebende amerikanische Künstlerin Michelle Alperin zeigt 3 neue Videoloops in ihrer Einzelausstellung bei Spor Klübü. Der Titel „Heart of Hearts“ ist im Englischen eine gebräuchliche Phrase. „In his his heart of hearts, he knew his wife was sleeping with his best friend, but he didn't want to think about it." Übersetzt: Im Innersten wußte er, dass seine Frau mit seinem besten Freund schlief, aber er wollte nicht darüber nachdenken. Oder: "My sister always argues with me, but in her heart of hearts, I know she loves me." Übersetzt: „Meine Schwester streitet immer mit mir, aber ich weiß, dass sie mich im Grunde ihres Herzens liebt“. Die Phrase wird häufig benutzt, um partielle Wahrheiten mit dem negativen Nebeneffekt der Selbsttäuschung auszudrücken - oder z.B. von Menschen, die die Wahrheit in zwischenmenschlichen Beziehungen am liebsten für sich alleine beanspruchen möchten. Dieser Versuch den Wahrheitsgehalt einer Situation oder eines Gefühles zu kennen, obwohl die Realität eigentlich eine andere ist, bzw. sein könnte, ist ein fortkehrendes Thema in den Arbeiten von Michelle Alperin.

 

Revenant, 2013, HD Video, Farbe mit Ton, 4:27 Minuten
Work Suspended 2013, HD Video, Farbe mit Ton, 7:15 Minuten
The Bad Things I Tried Not to Do, 2013, HD Video, s/w, ohne Ton, 1:30 Minuten, Loop







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"The Author as Consumer", Michael Schultze zeigt Michael Alfred Laurent, 03.05.-11.05.2013

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The Author as Consumer

 

Michael Schultze zeigt Michael Alfred Laurent

 

 

Eröffnung: Freitag, 03.05.2013, 19.00 Uhr

 

Laufzeit: 03.05. - 11.05.2013

Geöffnet: Sa., 04.05. + So., 05.05, 14.00 bis 17.00 Uhr

sowie nach tel. Vereinbarung (0179-8593744)

 

 

Michael Schultze im Gespräch mit/in conversation with Michael Alfred Laurent

 

So can you tell me a bit more about the show?

 

Well, the show has got two different parts, and it works on two different levels. The first part is a reflection on Michael Ashers death. Basically it is a simple and direct response to his death, being puzzled by the reactions to it. At one time I wanted to call the show „Michael Ashers Ashes“, but this title seemed too bland, to sarcastic. So this meditation on Ashers ashes is one part. The other part consists of these very personal works, it is like a collage of all this baggage I was carrying around the last years. Hopefully Michael Asher can take a bit of this burden from my back (laughs).

 

So talking about the show, trying to explain the show, to be honest - I can’t read one more press release. I’ve read too much of them- in fact I think I am reading nothing else than press releases. One is bombarded with this utterly crap. It is truly annoying, it produces a silly contemporary state of mind, one is sucked in a second hand downgrade of ... In fact reading press releases ruins everything, your live your perception, your believes. I can’ tell you how all this bores me to death.

 

So can you tell me then more about this idea of the „The Author as Consumer“ which gave the show its title?

 

Well, I think the huge success of the ready-made and all the following movements dealing with it, may it be Pop, may it be conceptualism and this following mess we now call conceptual art, has got to do with the fact that the concept of the ready-made is geared so much around the idea of getting rid of the decision - this most dreadful experience in an artistic process where you have to decide: Ok, this is it! But that means giving up so many things, giving up a complete fantastic world of possibilities of the other etc. So what the ready made, and especially the conceptualistic use of it from the 60s onwards, suggested is that there is a nice and easy consumeristic way of getting rid with the pain of being an artist: hey, why not just take whatever’s out there, spice it with a bit of Wittgenstein and salt it with a murmuring hermeneutic crypticity, and voilá: nothing decided, everything „works“. So in this consumerist world the only thing left for the artist is to go shopping. You now might add, well, this is true for one single string of art, the Duchampian route if you like, but there is more to it: this whole nice and well done stuff you see on say Contemporary Art Daily now: it is all like going to the candy store, perfectly well made refined sloppy things which cry out: Art! Strange and odd, naive, hyper-perfect, whatever. Ahh, it bores me to death…

 

See, we talk, and we could talk about truly interesting things, about freedom, about love, if this would be possible, to talk about love, which I came to think is impossible, well anyway, the world is rich, I think the baroque did got that right at least, they saw this world as a folded one where the different and opposing things -love, freedom, belief etc. might come together in a weird spatial fold certain practices like art could provide. But also meditation, activities like … well...

 

So could you emphasize this point of consumption and the corresponding role of the artist in contemporary culture?

 

Photography is the most evil consumption possible, it eats the world. But I can’t let go of it. It’s a shame. It’s both a ready-made and a produced thing, which makes it even more evil. its the devils gift to the modern world. it killed all things beautiful…

….

 

But it doesn’t stop here, you see - we are so used to his idea of plurality - and art was always in a way opposed to this idea, it dealt with the one thing, that one sublime object transcendents everything. Now plurality and the need to choose are the main obsessions in contemporary society, one might call it the core of our attempt to seek transcendence in choice - and consumerism is only nothing else then the easy way out of this trap.

 

This is where the problem of decision comes into play. It is no wonder that Kant wrote his „Critique of Judgement“ at the dawn of the French revolution, which was in fact a bourgeois revolution, and started what later would have become modernism. I am now interested in the other end of this game, and that is doubt, Doubt with a capital D. The ready-made idea of the choice ends in a fatal and greedy consumption and Doubt is an inevitable side-effect of this. You can overcome this metaphysical doubt while shopping or with pressing the shutter of a camera. 1/125 th of a second of decisive relief in our world lacking of final solutions.

 

But to come back to the show: My work is undergoing a massive change at the moment – in the past I very much trusted in a certain evidence like in nostalgia, in a poetry of the evidence if you like. This left me, I am recently much more interested in structures of mediation, in that strange wish to exhibit. Which is something you can for one part explain with a little narcistic disorder. But this is not all. There must be a very fundamental drive to „show“, to exhibit, which is just partly related to narcisism. You want to show, you want to be different and at the same time you relate to a certain discourse which might be „in the air“ or is something you discuss amongst your peers. I am at the moment extremely interested in this „in the air“ moment, morphogenetic field theories, the „Zeitgeist“ if you wish. This is of course something nobody really considers a serious discourse, but it is the one glue which holds the art-world together. This je ne sais quoi of „that is hot“ whereas other practises are not. So the question was: can one build a series of works solely on these assumptions of weird bar-talk, of a flavour in the air mixed with gossip? The core of this is actually a quest for the essence of the „Now“. So I try to be a medium of sorts, where I try to channel the „Now“ through my spirit into the works. The works on the other hand have still got a certain oldfashionedness built in, something which I can’t help because this might be the opposite program of Sigmar Polkes „Höhere Wesen befahlen“ (laughs).

 

So you say you criticize the „Zeitgeist“, this contemporariness as important value in the artworld?

 

No not at all, there is no critique involved, which is really hard. We learned from so early on - not just in artschool but much earlier, it might be the earlyest programming we underwent - that we have to be critical. In fact this is precisely the neoliberal state of mind: you have to be critical to fulfil your role as a member of late-capitalist society - you have to learn principles of judgement to be a consumer, it is your task to be judgemental because you deal with so much questions of choice: between 100 sorts of tomato sauce, mobile phones, toilet paper etc. you have to make the right decision. Same goes for culture, your choice of lifestyle etc… this very much relates to what we discussed earlier, this immanent duty to choose. So the ready-made is a wonderful symptom of this, a consumerist solution, which is does in fact complicate things.

 

One could be polemic and claim that the whole so called „critical practice” is in fact grounded on this paradox: to quote a famous critic: “nobody wants to be creative anymore”. The paradigm of being creative, once the core quality of an artist, has become highly suspicious. As an artist nowadays you have to be critical. But that leaves one thing completely unrecognised: that we all are highly critical subjects already and that there is this weird virtual commodity of criticality which is a highly sought after good and is being traded in society overall because it became the basis of our lives. So what I try to do at the moment is to just leave criticality behind, and search for a transcendence between failure and doubt.

 

Transcript of an interview with Michael Alfred Laurent by Michael Schultze, Berlin, April 2013

 

 











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"talk", Al Masson, Stefanie von Schroeter, Roland Wegerer, Stefanie Mayer, 22.02.-01.03.2013

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talk

 

Al Masson (DK), Stefanie von Schroeter (DE), Roland Wegerer (AT), Stefanie Mayer (DE)

 

23.02. - 01.03.2013

Eröffnung: Freitag, 22.02.2013, 19.00 Uhr

 

 

Die Berliner Künstlerin Stefanie Mayer hat drei künstlerische Positionen eingeladen mit ihr gemeinsam im Spor Klübü auszustellen, intuitiv sind die Künstler und Werke kombiniert. Talk, „Sprich!“ oder Gespräch, lautet der Titel der Ausstellung. Wie angeregt sich die verschiedenen Werke unterhalten, kann man in der Ausstellung sehen und hören. Auch das Zwiegespräch mit jedem einzelnen gezeigten Werk funktioniert, es antwortet tatsächlich. Ein Film, Plastiken, Objekte, eine Wandarbeit aus Zeichnungen und Collagen und ein Gemälde sind zu sehen. Gemeinsam ist den Arbeiten die Umnutzung gefundener Gegenstände, der Destruktion und Konstruktion und der Anschein des Leichten, fast einer sommerlichen Atmosphäre, die in Spannung steht mit einer eigenartigen Schwere.

 

Obwohl sie zerstört sind, strahlen Stefanie von Schroeters Schirm-Objekte etwas Frisches, Lebendiges aus,unterstützt von der Bewegung im Raum und dem Betrachter. Durch die Schirme hindurch strahlt das Gemälde Super Loop 7 in Orange, Gelb, Violett, Silber. Die Linien wirken gebremst, abgebrochen, aber dennoch ergeben sie flüssige Ornamente, die sich durch die Ebenen des Bildes schlängeln.

 

Al Masson mischt komplexe Zeichnungen, Ausgeschnittenes, Cut-Outs, menschliche und tierische Figuren mit reduzierten Cartoons. „It stops here“, gibt eine Person vor und weist nach unten, auf ein offenes Gebilde. Was stoppt? Die Zeichnung, die unvollendet bleibt (ein symbolisch aufgeladener Weg oder Baum), oder die Arbeit an der Wandarbeit oder die Gedanken des Betrachters, die an dieser Stelle einhaken? Wie obsessiv Al Masson Wände ausstatten kann, in denen die Zeichnungen den gesamten Raum ausfüllen, hat ihren Vorlauf z.B. in der Arbeit Ideal Atelier. Es ist fast keine weiße Fläche mehr ersichtlich, immer mehr Ideen, Fragen, „Talks“ erobern sich ihren Platz und schmälern die restliche Fläche.

 

Roland Wegerer hat speziell für die Ausstellung eine Videoperformance konzipiert. Der Mund steht im Mittelpunkt seiner Arbeit Mouth Adjustment. Was kann man alles mit dem Mund anstellen? Sprechen, essen, trinken, spucken, ein- und ausatmen, küssen, liebkosen, beißen etc. Mehl, Kerze, Seifenlauge dienen als Experimentiermedien.

 

Spender heißt eine der Arbeiten von Stefanie Mayer. Wie so oft gibt die Künstlerin ihren Skulpturen aus Gips und weiteren Materialien einen poetischen, manchmal vieldeutigen Titel. Ist das Gebilde ein Wasser- oder Samen- oder Organspender? Eine Auflösung ist nicht intendiert, eher das Spiel mit den Assoziationen des Betrachters. Es könnte sich auch um eine Figur mit einer besonders aufgetürmten Haarpracht handeln. Kleiner Soldat ist gar nicht so klein. Er steht uns auf Augenhöhe gegenüber auf einem Sockel und blickt aus einem zerklüfteten Gesicht in die Welt. Die Jute, die um das Holz des Sockels gelegt ist, könnte ihn wärmen oder als Verpackungsmaterial dienen, das um die Transport- oder sargähnliche Kiste, den Holzsockel, gelegt wird.

So verschieden die Werke auch sind, in der in talk versammelten Auswahl spürt man etwas von der Versehrtheit, die mit Würde und einer gelassenen Selbstverständlichkeit präsentiert wird.

 

Text: Julia Wirxel

 

"SUBVERSION & ABGRUND", BEWEGUNG NURR und Gäste, 25.01.-02.02.2013

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SUBVERSION & ABGRUND

 

Eine Ausstellung der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR (Alekos Hofstetter/Christian Steuer/Florian Göpfert) mit Werk- und Materialbeiträgen von:

Boris Abel, Michelle Alperin, bankleer, Rainer Bellenbaum, Tina Born, Lukas Feireiss, Peter Funken & Andreas A. Koch, Jörn Gerstenberg, Frauke Hehl, R. J. Kirsch, Andreas Koch (mit Andreas Schimanski und Angelika Middendorf), Ins A Kromminga, Käthe Kruse, Esther Horn, Joe Neave, Jens Meinrenken, Robert Sokol, Sabeth Buchmann, Tanja Vonseelen, Christine Weber und Daniel H. Wild

 

 

Eröffnung/Opening: Freitag, 25.01.2013, 19.00 Uhr       

 

Laufzeit: 26.01.-02.02.2013

Geöffnet am 26.01. und 27.01. von 14.00 bis 17.00 Uhr

sowie vom 28.01. bis 02.02. nach telefonischer Vereinbarung (0179-8593744)

 

Programm: Samstag, 02.02.2013

19.00 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema "Subversion und Kunst"

TeilnehmerInnen: Julia Lazarus, Kerstin Karge, Jens Meinrenken, Andreas Koch, Moderation: Peter Funken

21.00 Uhr: Live-Performance "BURQADIZCOMASCHINE"

Chris Dreier, D. Holland-Moritz, Ursula Döbereiner feat. Dancemaschines (Dreier/McLovla)

http://vimeo.com/burqamaschinen

 

 

Es gibt im heutigen System keine echte Subversion. Im Gegenteil: jegliche Form der Subversion wird vereinnahmt (neudeutsch: kooptiert) und ihrer Kraft enthebelt. Dies gilt insbesondere für die Ansprüche der Kunst. Daß man deshalb durch Unterwanderung nur bestätigt, ist daher völlig klar und keine besonders hilfreiche Beobachtung. Subversion ist dementsprechend kein positiver Begriff oder eine effektive Gegenbewegung, sondern eine naive und illusorische Erwartungshaltung, die wenig bewirken kann.

Ein interessanter Lösungsansatz für diese Unwirksamkeit von Subversion liegt daher in ihrem Gegenteil, nämlich in der Affirmation. Kann man ein System dadurch unterwandern, in dem man es völlig bestätigt? Ist die wahre Subversion nicht diejenige, die ein System ausdrücklich aufrecht erhält und es konsequent auf seine Spitze treibt? Es daher "aufhebt" im doppelten Sinne? Diese Überlegung gibt dem Prinzip Subversion eine ironische Utopie zurück: nur durch eine vollendete Bestätigung kann das System seiner Macht beraubt werden, obschon auch diese Umkehrung genauso naiv wie der Glaube an eine subversive Kraft ist. Und dennoch persifliert dieser Glaube die Hoffnung auf eine Unterwanderung und gibt dadurch dem affirmativen Handeln im System eine Bedeutung zurück, die der Dekonstruktivismus uns ja allenthalben versprochen hatte, während er gleichzeitig auf einen alten Denkansatz im dialektischen Materialismus zurückgreift. (Wir warten allerdings immer noch auf die Erlösung.)

Wir sind also nach wie vor mit der Frage beschäftigt, was im Wirklichen den Platz für das Mögliche freihält. Es ist ein bekanntes Problem. Genauso könnte ja ein Spießer behaupten, er unterwandere den Kapitalismus von innen heraus, indem er subversiv Porsche fährt. Diese Eckpunkte weisen auf das hin, was die BEWEGUNG NURR uns ausrichten möchte: es sei Aberglaube, daß auch diejenigen, die es sich im System gemütlich gemacht haben, zu seinem Untergang beitragen werden.

Text: Daniel H. Wild, 2013

 

http://www.nurr.net/

 

 

 

"ARBEITSTITEL" One Night Show, Seminar Stijn Lernout, 18.01.2013

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ARBEITSTITEL

 

Zora Jankovich, Charlotte Duale, Juri Kußmaul, Zoe Kahlert, Evgenia Osimova, Jihye Hong, Stijn Lernout

 

Eröffnung: Freitag, 18.01.2013, 19.00 Uhr_One Night Show

 

 

Heuristik bezeichnet die Kunst, mit begrenztem Wissen und wenig Zeit zu guten Lösungen zu finden. Es bezeichnet ein analytisches Vorgehen, bei dem mit begrenztem Wissen über ein System mit Hilfe von Mutmaßungen Schlussfolgerungen über das System getroffen werden. Die damit gefolgerten Aussagen können von den optimalen Lösungen abweichen. Aus dem Diskurs um Skulpturale Rhetorik entwickelt, stellt die Präsentation der „gestalteten Masse“ in Form verschiedener Skulpturen und Objekte diese erneut zur Diskussion. Zu einem Ensemble verdichtet bildet sich eine Akkumulation unterschiedlicher Materialien und Volumina welche für sich stehend, ihre Präsenz nicht unbegrenzt entfalten können. Die Ausstellung entsteht anläßlich eines von Stijn Lernout an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee geleiteten Seminars.

 

 

"PARADE OF PROGRESS - PART I" One Night Show, Klasse Prof. Thomas Zipp, 14.12.2012

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PARADE OF PROGRESS - PART I

 

Katharina Albers, Nicolas Bakowski, Dina Bashir, Johannes Bünemann, Ole Brolin, Marek Cihal, Christina Dumont, Leon Eisermann, Lonny Fechner, Joana Maloup Mendez Flascha, Okka Hungrbühler, Tom Doughboy, Johannes Klever, Anne-Sophie Kneer, Cindy Korne, Georg Krause, Eun-Hee Lee, Merav Leibküchler, Paula Maak, Zoe Miller, Ayaka Nakamura, Kerstin Podbiel, Luisa Pohlmann, Cyryl Polaczek, Mary Ramirez, Esther Sibiude, Robert Stieghorst, Milena Thun, Linda Werner, Phillip Zaiser, Thomas Zipp

 

Eröffnung: Freitag, 14.12.2013, 19.00 Uhr_One Night Show

 

 

Die UdK-Klasse von Professor Thomas Zipp zeigt Arbeiten der letzten zwei Jahre und startet hiermit eine Serie von Ausstellungen, die den Arbeits- und Entwicklungsprozess der Klasse demonstriert. Eine Installation teilt den Ausstellungsraum in ein Aufnahmestudio und in einen Zuschauerraum. Die Trennwand zwischen den beiden Räumen hat eine zweifache Funktion. Sie ist sowohl provisorische Sichtblende zum Studio als auch Projektionsfläche für die Live-Übertragung aus dem Studio in den Zuschauerraum. An der Rückseite des Zuschauerraums gegenüber der Projektion hängen in einer Art Matrix aktuelle Arbeiten der StudentInnen der Klasse. Sie werden dort abgehängt und ins Studio gebracht, um in einer moderierten Situation und u.a. in Anwesenheit der KünstlerInnen besprochen zu werden. Im kleinen Studioraum befindet sich außerdem eine kleine Tribüne für weitere ZuschauerInnen.

 

 

"Cocaine - blows my brain.." One Night Group Show, 30.11.2012

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„Cocaine – blows my brain..“

One Night Show

30.11.2012, 20.00 Uhr

 

with:

Jan Adriaans, Sonja Alhäuser, Mika Andersen, Robert Barta, Matthias Beckmann, BEWEGUNG NURR/Robert Sokol, Pedro Boese, Manuel Bonik, Mark Brogan, Saskia Breitenreicher, Anna Bromley, Johannes Bünemann, Alexander Callsen, Jérôme Chazeix, Cedric le Corf, Anke Dezius, Maurice Doherty, Tiny Domingos, Tatiana Echeverri Fernandez, Irena Eden/Stijn Lernout, Anneke Eussen, Michael Fesca, Frederik Foert, Tom Früchtl, Anne Gathmann, Stella Geppert, Axel Gerber, Ingo Gerken, April Gertler, Robert Gfader, Zoe Giabouldaki, Massoud Graf-Hachempour, Armin Häberle, Andrea Hartinger, Max Hattler, Vanessa Henn, Stephan Homann, Hervé Humbert, Sarrita Hunn, Henrik Jacob, Hubi W. Jäger, Patrick Jambon, Jakob Jensen, Uwe Jonas, Stefan Kaminski, Silke Koch, Susanne Kohler, Marlena Kudlicka, Simone Lanzenstiel, Julia Lazarus, LEO, Simon Lindhardt, Sabine Linse, Clement Loisel, Melissa Longenecker, Jens Christian Madsen, Gerhard Mantz, Matthias Mayer, Elva Olafsdottir, Marie-José Ourtilane, Kirsten Palz, pattypalmtree, Daniel Permanetter, Pablo Perra, Oliver Pietsch, Maria Leena Räihälä, Øyvind Renberg, Ioannis Savvidis, Gerda Scheepers, Adrian Schiesser, Mira Schnedler, Sonya Schönberger, Stefanie von Schroeter, Richard Schütz, Michael Schultze, Bernadette Schwelm, Anja Schwörer, Eva Seufert, Heiko Sievers, Heidi Sill, Johanna Smiatek, Erik Smith, Melissa Steckbauer, Gabriele Stellbaum, Madeline Stillwell, Klaudia Stoll, Jozefa Storp, Jaro Straub, Kirstine Strømberg, Vassiliea Stylianidou, Max Sudhues, Susa Templin, Alex Tennigkeit, Lina Theodorou, Eva Teppe, Thea Timm, Peter Torp, Julien Villaret, Jacqueline Wachall, Julius Weiland, Linda Weiss, Michael Witte, Gloria Zein, Sibylle Zeh, Michaela Zimmer, Christof Zwiener, Oliver Zwink 

 

Off, out and away. Ob Opium in der Wüste Thar, Gras auf Koh Tao, Crack im Park in Harlem, LSD auf dem Open-Air, Speed und Kokain im Discokeller und Ecstasy in der WG – überall ging was in den Endachtzigern. „No Future“ war eine (alte) Sache, alles mal ausprobieren ein andere. Denn das brachte auch tüchig Spaß – Abgehobenheit inklusive. Die Distanz half, sich den Weg zu bahnen und sich zu positionieren. Fraglich war nur: Wie sich integrieren? Nach mehreren Zitaten aus den 1980er Jahren aus Film, Musik, Literatur, Kunst und Politik in den vergangenen Gruppenausstellungen hebt das diesjährige Zitat auf die Szene ab. Drogen spielten eine immens wichtige Rolle in den Achtzigern. Wie wichtig sind Drogen für das Schaffenswerk von KünstlerInnen? Sind sie evtl. nur störend und lenken ab? Oder sind sie der Antrieb? 

 

Off, out and away. Whether opium in the Thar Desert, weed on Koh Tao, crack in a park in Harlem, LSD on an Open-Air, speed and cocaine in a club and ecstasy with the housemates – end of the Nineteen Eighties, drugs were everywhere. „No Future“ was one (old) thing, test everything another. 'Cause it made fun – elevatedness inclusive. The distance helped to pave the way and to position oneself. But one question remained: How to integrate oneself? After several quotes from the Nineteen Eighties over film, music, literature, art and politics in the past group shows the actual quote refers to the drug scene. Drugs played a prominent role in the Eighties. How important are drugs for the body of work of an artist? Are they only annoying and distracting? Or are they the impetus?

 

 

"FAULT LINES" Jaro Straub, 26.10.-03.11.2012

FAULT LINES

Jaro Straub

 

Eröffnung: Freitag, 26.10.2012, 19.00 Uhr

 

26.10.-03.11.2012

 

 

In zweifacher Hinsicht trifft der Ausstellungstitel auf die neuesten Arbeiten von Jaro Straub. „Fault Lines“ (dt.: Verwerfungslinien) stammen aus der Geologie und beschreiben Bruchstellen im Erdgestein, die über Distanzen bis zu hundert Kilometer zwei Krustenteile gegeneinander versetzen können. In der Regel enstehen sie durch Erdbeben. „Fault Line“ ist auch ein Titel der bekannten Hard-Rock-Band „Deep Purple“ und befindet sich auf dem dritten Album „Deep Purple“ von 1969. Brüche, Risse, Störungen - all das findet man in den neuen Collagen von Jaro Straub, für die er aufgeklappte Schallplattencover mit ausgeschnittenen Zeitungsfotos und farbiger Tusche überarbeitet. Es scheint, als durchdringe die laute Musik wie ein Erdbeben die alten Cover, zerstöre deren grafische Ordnung und materialisiere sich als neues grafisches Verwerfungssystem. Laute Orte mit Aufbau- und Zerstörungskraft sind Baustellen. Ein Berg voll Bauschutt, gepresst im Container oder als schlichter Haufen, ergibt ein Bild - eine Collage - wie zufällig auf der Baustelle entstanden. Straub steigt hier mit einer weiteren Rückkopplung ein. Er arrangiert den Originalschutt seiner Baustelle für Spor Klübü als Installation neu und konfrontiert ihn mit seinen Collagen, die in diesem Zusammenhang an Bauschilder erinnern.

 

 

"THE GLORIOUS SPACE INVASION" Robert Gfader, 28.09.-06-10.2012

"THE GLORIOUS SPACE INVASION"

Robert Gfader

Malerei, Installation, Film

 

Eröffnung: Freitag, 28.09.2012, 19.00 Uhr

 

Laufzeit: 29.09.-06.10.2012

Geöffnet am 29.09. und 30.09. von 14.00 bis 17.00 Uhr

sowie vom 01.10. bis 06.10. nach telefonischer Vereinbarung (Tel.: 0179-8593744)

 

Der in Berlin lebende österreichische Künstler Robert Gfader setzt in seiner Ausstellung „The glorious space invasion“ vier Lichtpunkte, die das Übereinanderlagern von Malerei, Skulptur und Film in einer raumgreifenden Installation zum Inhalt haben. Basis dieser Verflechtung ist Robert Gfader's vielschichtige Malerei. Die durch Lichtprojektoren erzeugten Lichtpunkte ziehen den Betrachter in die Tiefe. Bild- und Oberflächen von Malerei und Skulptur lösen sich auf in bewegte und durchwandelbare Räume. Sie schaffen den Bezug zum vierten Lichtpunkt, einem abgefilmten 16mm-Film. Auf den einzelnen Frames, dem Rohmaterial des Films, hat Gfader sich ständig wiederholend einen Kreis in einem Rechteck gezeichnet. Das sich selbst zersetzende Material löst auch den enstehenden Bildraum auf. Robert Gfader's Installation öffnet einen geheimen Eingang in eine Art Unterwelt der Bilder wie in eine Tropfsteinhöhle. Alles Sichtbare verschmilzt. Das „Erhellte“ ist ebenso ins Licht gerückt wie die Lichterzeuger – die Projektoren – selbst.

 

 

"gawPNG" Sven-Ole Frahm, Gerhard Mantz, Stefanie Mayer, Julia Rüther, Michaela Zimmer, 31.08.-07.09.2012

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„gawPNG“

 

Sven-Ole Frahm, Gerhard Mantz, Stefanie Mayer, Julia Rüther, Michaela Zimmer

 

Malerei, Skulptur, Animation

 

 

Eröffnung: Freitag, 31.08.2012, 19.00 Uhr

 

Laufzeit: 01. - 07.09.2012

Geöffnet am Samstag, den 01.09. und Sonntag, den 02.09. von 14.00 bis 17.00 Uhr

sowie vom 03.09. bis 07.09. nach telefonischer Vereinbarung (Tel.: 0179-8593744)

 

Der Titel „gawPNG“ ist eine Wortcollage und verweist auf das englische Wort „gawping“ (dt.: schaulustig) sowie auf die Abkürzung „PNG“. „PNG“ („Portable Network Graphics") ist ein empfohlenes Format für verlustfreie Komprimierung von Bildern.

 

Die Ausstellung bringt 3 Künstlerinnen und 2 Künstler zusammen, die sich in den Bereichen Malerei, Skulptur und Animation mit der Fragestellung der Komprimierung beschäftigen. Wieviel Inhalt und Energie lassen sich in einem abstrakten Werk komprimieren?

 

Julia Rüther verfügt über einen breiten Kanon von Farbtiefen. Vom Gegenstand ausgehend verdichtet sie in zahlreichen Schichten ihre Vorlagen oder deren Attribute mal zu einer temporeichen, rhythmischen Malgebärde, mal zu einem altmeisterlichen Farbraum mit einem unverwechselbaren Gespür für malerische Momente. Der Grad der Abstraktion variiert von eindeutig erkennbarer Gegenständlichkeit und Präzision bis hin zu starker Abstraktion, die Rückschlüsse zur realen Dingwelt nur noch vage erahnen lässt.

 

Michaela Zimmer's Arbeiten thematisieren beides: illusionistischen Bildraum und Bildoberfläche. Das stetige Oszillieren von Figur und Grund generiert Bewegung im Bild.

Zimmer malt Materialität tromp l’oeil gerecht. Ihre Hintergründe erinnern an Arbeitsplatten, halbtransparente Glasscheiben oder Wände mit unzähligen Gebrauchsspuren. Im Gegensatz zum malerisch aufwendig ausgearbeitetem Hintergrund, finden sich im Vordergrund eher flüchtige Spuren abgestreifter Farbe oder Farbspritzer. Oft verstärken Linien den Kontrast und bilden zusätzliche räumliche Tiefe.

 

Die Arbeiten von Sven-Ole Frahm beschäftigen sich mit den Bedingungen und Möglichkeiten einer nicht narrativen Bildwelt. Die verwendeten Bildmaterialien, -teile werden von ihm auseinandergenommen und neu zusammengefügt. Überschüssige Leinwand kann den Bildraum physisch erweitern, Schnitte und Löcher ihn auftrennen. Hinter dieser Konzentration auf die materiellen Beschaffenheiten der Mittel verbirgt sich immer auch der Verweis auf eine gedankliche Vorstellungskraft in dieser Welt.

 

Materialcharakter und Farbe wird bei Stefanie Mayer spielerisch behandelt. Die Bildhauerin aus Hamburg verwendet unterschiedlichste Materialien, deren verbindendes Element oft in gegossenem Gips besteht. Fragile Gebilde tragen narrative Titel und eröffnen damit einen über die Abstraktion hinausgehenden Deutungshorizont.

 

Gerhard Mantz zeigt ein softwaregesteuertes Video aus der Serie Infinite Image Productions, einem Computermodell das künstlerische Bildfindungsprozesse simuliert. Es zeigt wie Spontanentscheidungen in Kombination mit Spielregeln zu Kunstwerken führen. Es ist nicht nur ein Szenario der kreativen Prozesse bei der Bildfindung, sondern versteht sich auch als Kommentar zur abstrakten Malerei.

 

 

Archiv bis 2012

Links_Interview

Blick-Interview with Matthias Mayer/Spor Klübü:

http://blick.berlinerpool.de/matthias-mayer/